Blutphosphattest: Durchführung, Werte und Ergebnisse

Was ist das:

Der Phosphortest wird zur Überwachung der Phosphormenge im Blut durchgeführt und wird vom Arzt zur Überwachung von Erkrankungen der Nieren oder des Magen-Darm-Trakts angefordert.

In der Regel fordert der Arzt diesen Test zusammen mit anderen Tests an, wie zum Beispiel dem Kalzium-, Parathormon- oder Vitamin-D-Spiegel.

Phosphor ist ein Mineralstoff, der über die Nahrung aufgenommen werden kann und bei der Zahn- und Knochenbildung, der Funktion von Muskeln und Nerven sowie der Energieversorgung hilft. Erfahren Sie, wozu Phosphor dient und wo man ihn findet.

Wie wird es gemacht?

Der Blutphosphattest wird durchgeführt, indem eine kleine Menge Blut aus einer Arterie im Arm entnommen wird. Die Entnahme muss erfolgen, während die Person mindestens 4 Stunden lang fastet. Darüber hinaus ist es wichtig, über die Einnahme von Medikamenten wie Verhütungsmitteln, Antibiotika wie Isoniazid oder Antihistaminika wie beispielsweise Promethazin zu informieren, da diese die Testergebnisse beeinträchtigen können.

Das gesammelte Blut wird an das Labor geschickt, wo der Phosphor im Blut gemessen wird. Normalerweise verlangt der Arzt neben der Dosierung von Kalzium, Vitamin D und PTH auch einen Blutphosphattest, da es sich hierbei um Faktoren handelt, die die Phosphorkonzentration im Blut beeinflussen. Erfahren Sie mehr über die PTH-Prüfung.

Der Blutphosphattest wird normalerweise empfohlen, wenn der Kalziumspiegel im Blut verändert ist, wenn der Verdacht auf Probleme mit dem Magen-Darm- oder Nierentrakt besteht oder wenn die Person Symptome einer Hypokalzämie wie Krämpfe, Schwitzen, Schwäche und Kribbeln in Mund, Händen und Füßen aufweist. Verstehen Sie, was Hypokalzämie ist und was sie verursachen kann.

Referenzwerte

Ausreichende Phosphorwerte im Blut von Erwachsenen liegen zwischen 2,5 und 4,5 mg/dL, Werte darüber oder darunter müssen vom Arzt abgeklärt und die Ursache behandelt werden.

Die Werte variieren jedoch je nach Alter und dem Labor, in dem die Untersuchung durchgeführt wurde. Dies können sein:

Alter Referenzwert
0 – 28 Durchm 4,2 – 9,0 mg/dl
28 Tage bis 2 Jahre 3,8 – 6,2 mg/dl
2 bis 16 Jahre alt 3,5 – 5,9 mg/dl
Ab 16 Jahren 2,5 – 4,5 mg/dl

Was bedeutet hoher Phosphorgehalt?

Erhöhter Phosphorgehalt im Blut, auch genanntHiperphosphatämie, kann folgende Ursachen haben:

  • HypoparathyreoidismusDa PTH in geringen Konzentrationen vorkommt, werden die Kalzium- und Phosphorspiegel im Blut nicht ausreichend reguliert, da PTH für diese Regulierung verantwortlich ist.
  • Nierenversagen, da die Nieren dafür verantwortlich sind, überschüssigen Phosphor im Urin auszuscheiden und sich so im Blut anzureichern;
  • Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamentendie Phosphat enthalten, wie zum Beispiel Abführmittel;
  • Überschüssiges Vitamin D, da dieser Mikronährstoff für die Förderung der Aufnahme von Phosphor im Darm und seiner Rückresorption auf Nierenebene verantwortlich ist;
  • Diabetische Ketoazidose, was bei Menschen mit Typ-1-Diabetes auftreten kann;

Ein erhöhter Phosphorgehalt im Blut kann zu Verkalkungen in Augen, Lunge, Herz und Blutgefäßen führen und so das Risiko für einen Herzinfarkt oder Herzinfarkt erhöhen. Darüber hinaus entzieht dieses Mineral den Knochen Kalzium, wodurch sie brüchiger werden und das Risiko von Knochenbrüchen steigt.

Was bedeutet niedriger Phosphorgehalt?

Phosphor in geringen Konzentrationen im Blut, auch Phosphor genanntHipofosfatämie, kann passieren aus folgenden Gründen:

  • Vitamin-D-Mangel, da dieses Vitamin die Aufnahme von Phosphor durch den Darm und die Nieren unterstützt, sodass ein Mangel zu einem Rückgang des Phosphors führen kann;
  • Malabsorption, was aufgrund von chronischem Durchfall oder Darmoperationen auftreten kann, die die Aufnahme von Nährstoffen erschweren;
  • Chronischer Alkoholismus, da es zu Unterernährung und schlechter Aufnahme von Nährstoffen im Darm führen kann;
  • Primärer oder sekundärer Hyperparathyreoidismus, Erhöhung des PTH-Spiegels und Verringerung der Phosphorkonzentration im Blut;
  • Geringe Phosphoraufnahme über die Nahrungüber längere Zeiträume;
  • Hypothyreose und Cushing-Syndrom, da es zu Veränderungen bei der Rückresorption von Phosphor im Körper kommen kann;
  • MedikamenteneinnahmeB. Aluminium- und Magnesiumantazida, da sie sich an aufgenommenen Phosphor binden und so Phosphatsalze bilden, die der Körper nicht aufnehmen kann.

Ein sehr niedriger Phosphorgehalt im Blut von Kindern kann das Knochenwachstum beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, dass Kinder sich ausgewogen ernähren und phosphorreiche Lebensmittel wie beispielsweise Sardinen, Kürbiskerne und Mandeln zu sich nehmen. Sehen Sie sich andere Lebensmittel an, die reich an Phosphor sind.