Unter Hämoptyse versteht man die Ausscheidung von Blut über den Mund durch Husten. Diese Situation steht normalerweise im Zusammenhang mit Lungenveränderungen, wie zum Beispiel Tuberkulose, chronischer Bronchitis, Lungenembolie und Lungenkrebs.
Von einer Hämoptyse spricht man, wenn die Blutung aus der Lunge kommt und innerhalb von 24 Stunden 100 bis mehr als 500 ml Blut verloren gehen. Dieser Wert kann jedoch je nach zuständigem Arzt variieren. Der Blutverlust gilt dann als schwerwiegend, wenn er aufgrund einer Verstopfung der Atemwege durch Blutansammlungen das Leben einer Person gefährden kann.
Daher ist es wichtig, bei einem Hämoptyse sofort das Krankenhaus aufzusuchen, damit die Behandlung eingeleitet und Komplikationen verhindert werden können.
Inhaltsverzeichnis
Hauptursachen für Hämoptyse
Die Hauptursachen für Hämoptyse sind:
- Tuberkulose;
- Lungenentzündung;
- Chronische Bronchitis;
- Lungenembolie;
- Lungenkrebs und Lungenmetastasen;
- Bronchiektasie;
- Behçet-Krankheit und Wegener-Granulomatose, bei denen es sich um Erkrankungen handelt, die durch eine Entzündung der Blutgefäße im gesamten Körper gekennzeichnet sind.
Bluthusten kann auch als Folge invasiver Diagnose- oder Behandlungsverfahren auftreten, die zu Schäden an den oberen Atemwegen wie Mund, Nase oder Rachen geführt haben können und auch vom Magen-Darm-Trakt ausgehen können. Wenn jedoch in diesen beiden Situationen ein Hämoptyse auftritt, spricht man von Pseudo-Hämoptyse. Erfahren Sie mehr über andere Ursachen für Bluthusten.
Wie die Diagnose gestellt wird
Die Diagnose einer Hämoptyse wird hauptsächlich durch die Beurteilung der auftretenden Symptome und der Krankengeschichte der Person gestellt.
Der Arzt empfiehlt in der Regel bildgebende Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und Computertomographie mit dem Ziel, die Lunge zu untersuchen und Anzeichen einer Blutung zu erkennen, die das Leben der Person gefährden könnte. Darüber hinaus sind Laboruntersuchungen wie Koagulogramm und Blutbild erforderlich, um die Menge und Eigenschaften der zirkulierenden Blutzellen zu überprüfen.
Die Diagnose einer Hämoptyse wird auch durch eine Bronchoskopie gestellt. Hierbei handelt es sich um eine Untersuchung, bei der ein kleiner flexibler Schlauch mit einer an seinem Ende befestigten Mikrokamera in den Mund oder die Nase eingeführt und bis zur Lunge geführt wird. Dadurch kann der Arzt die gesamte Lungen- und Atmungsstruktur beobachten und die Blutungsstelle identifizieren. Verstehen Sie, wie eine Bronchoskopie durchgeführt wird.
Behandlung von Hämoptyse
Die Behandlung einer Hämoptyse erfolgt entsprechend der Ursache und der Menge des Blutverlusts mit dem Ziel, die Blutung zu kontrollieren und den Patienten stabil zu halten. Daher kann eine Bronchoskopie oder Arteriographie empfohlen werden und je nach Schweregrad eine Plasma- und Thrombozytentransfusion indiziert sein.
Wenn die Blutung unkontrollierbar wird, obwohl bereits Maßnahmen zur Kontrolle ergriffen wurden, ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt, beispielsweise eine Embolisation der Bronchialarterie, bei der der Arzt mit Hilfe eines kleinen flexiblen Schlauchs und einer Mikrokamera an der Spitze den Ort identifizieren und die Blutung stoppen kann.
Abhängig von der Ursache der Hämoptyse kann der Arzt auch andere Behandlungen empfehlen, wie zum Beispiel den Einsatz von Antibiotika, wenn die Blutung auf Infektionen zurückzuführen ist, Antikoagulanzien, entzündungshemmende Medikamente oder, wenn es sich um Lungenkrebs handelt, eine Chemotherapie.

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