Ertapenem: wofür es ist und wie man es verwendet

Ertapenem ist ein Antibiotikum, das beispielsweise zur Behandlung von Infektionen des Dickdarms, des Dünndarms, der Gallenwege, des diabetischen Fußes oder einer Lungenentzündung indiziert ist, da es die Bakterien beseitigt, die diese Infektionen verursachen.

Die Dosis und Behandlungsdauer mit Ertapenem variiert je nach der zu behandelnden Infektion und kann im Krankenhaus von einer Krankenschwester unter ärztlicher Aufsicht direkt in den Muskel oder die Vene verabreicht werden.

Ertapenem ist in 1-g-Darstellungen als generisches „Ertapenem-Natrium“ oder unter dem Markennamen Invanz erhältlich und sollte nach ärztlichem Rat angewendet werden.

Wozu dient es?

Ertapenem ist angezeigt zur Behandlung von:

  • Komplizierte lokalisierte Blinddarmentzündung, Infektionen des Dickdarms, des Dünndarms, der Gallenwege, generalisierte Peritonitis;
  • Diabetes-Infektionen in den Beinen, Füßen, Knöcheln oder diabetischem Fuß;
  • Tiefer Weichteilabszess, posttraumatische Wundinfektion und bakterielle Zellulitis mit Eiter;
  • ambulant erworbene Lungenentzündung;
  • Komplizierte Harnwegsinfektionen wie Pyelonephritis;
  • Postpartale Endomyometritis, septischer Abort und postoperative gynäkologische Infektionen;
  • Bakterienvergiftung.

Darüber hinaus kann die Anwendung von Ertapenem vor einer kolorektalen Operation bei Personen über 18 Jahren indiziert sein, um postoperativen Infektionen vorzubeugen.

Ertapenem sollte nur nach ärztlichem Rat und in den vom Arzt empfohlenen Dosierungen und für die vom Arzt empfohlene Behandlungsdauer angewendet werden.

Wie zu verwenden

Ertapenem 1 g muss durch eine Injektion direkt in die Vene (intravenös) oder in den Muskel (intramuskulär) durch das Pflegepersonal im Krankenhaus verabreicht werden.

Die normalerweise empfohlenen Dosen von Ertapenem sind:

  • Erwachsene und Kinder über 13 Jahre:die normalerweise empfohlene Dosis beträgt 1 g Ertapenem pro Tag, intravenös oder intramuskulär verabreicht;
  • Kinder im Alter von 3 Monaten bis 12 Jahren:15 mg pro kg Körpergewicht, zweimal täglich, intravenös oder intramuskulär verabreicht. Die maximale Tagesdosis sollte 1 g pro Tag nicht überschreiten.

Die Behandlungsdauer mit Ertapenem kann zwischen 3 und 14 Tagen variieren, was von der Art der zu behandelnden Infektion abhängt und von Ihrem Arzt empfohlen werden sollte.

Um postoperativen Infektionen nach einer kolorektalen Operation bei Menschen über 18 Jahren vorzubeugen, beträgt die normalerweise empfohlene Dosis 1 g Ertapenem direkt in die Vene, 1 Stunde vor der Operation, als Einzeldosis.

Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Ertapenem sind Bauchschwellung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen oder Reaktionen an der Injektionsstelle, wie Schmerzen oder Rötung.

Darüber hinaus kann Ertapenem Anfälle verursachen, insbesondere bei Menschen mit einer Vorgeschichte von Hirnverletzungen, Anfällen oder Nierenproblemen.

Ertapenem kann außerdem wässrigen oder blutigen Durchfall oder starke Magenschmerzen verursachen und sollte umgehend Ihrem Arzt gemeldet werden.

Dieses Arzneimittel kann auch schwerwiegende allergische Reaktionen oder Anaphylaxie mit Symptomen hervorrufen, die unmittelbar nach der Injektion auftreten können, wie z. B. Atembeschwerden, ein Gefühl eines verschlossenen Halses, Schwellungen im Mund, der Zunge oder im Gesicht oder Nesselsucht.

Daher muss Ertapenem in Krankenhäusern von einer Krankenschwester unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, damit sofort Erste Hilfe geleistet werden kann.

Wer sollte es nicht verwenden?

Ertapenem sollte nicht von Kindern unter 3 Monaten, schwangeren oder stillenden Frauen sowie Personen mit Kolitis oder Nierenversagen angewendet werden.

Dieses Antibiotikum ist auch für Personen kontraindiziert, die allergisch gegen Ertapenem, Meropenem oder Imipenem, Cephalosporin-Antibiotika wie beispielsweise Cephalexin oder Cefdinir oder Penicilline sind.

Sie sollten Ihren Arzt immer informieren, wenn bei Ihnen eine leichte allergische Reaktion auf Ertapenem oder andere ähnliche Antibiotika aufgetreten ist.

Darüber hinaus sollten Personen, die gegen Lidocain allergisch sind oder einen schweren Schock oder Herzblock haben, Ertapenem nicht intramuskulär anwenden, da dieses Anästhetikum zusammen verwendet wird, um die Schmerzen bei der Anwendung zu lindern.

Bei Personen mit Nierenproblemen, Epilepsie, Krampfanfällen oder Hirnverletzungen in der Vorgeschichte sollte Ertapenem mit Vorsicht und nur nach ärztlichem Rat angewendet werden, da das Risiko für die Entwicklung von Krampfanfällen höher ist.