Hyperprolaktinämie ist eine Veränderung, die durch einen erhöhten Prolaktinspiegel im Blut verursacht wird und Symptome und Anzeichen wie unregelmäßige Menstruation bei Frauen, verminderte Libido, Unfruchtbarkeit und Milchaustritt aus den Brüsten hervorrufen kann.
Hyperprolaktinämie, auch als hoher Prolaktinspiegel bekannt, tritt auf, wenn der Prolaktinspiegel je nach Laborreferenzwert über 25 ng/ml liegt, was beispielsweise durch Situationen wie Schwangerschaft, polyzystisches Ovarialsyndrom und primäre Hypothyreose verursacht werden kann.
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Bei Vorliegen von Symptomen und Anzeichen, die auf eine Hyperprolaktinämie hinweisen, ist es ratsam, einen Endokrinologen oder Gynäkologen aufzusuchen, eine vollständige Untersuchung durchzuführen und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung zu empfehlen, die den Einsatz von Medikamenten und in einigen selteneren Fällen eine Operation umfassen kann.
Inhaltsverzeichnis
Hauptsymptome
Die Hauptsymptome einer Hyperprolaktinämie sind:
- Unregelmäßige Menstruation oder Ausbleiben der Menstruation bei Frauen;
- Vermindertes sexuelles Verlangen;
- Unfruchtbarkeit;
- Galaktorrhoe, d. h. die Freisetzung von Milch aus den Brüsten;
- Osteoporose.
Abhängig von der Ursache der Hyperprolaktinämie kann es auch zu Kopfschmerzen und verschwommenem oder doppeltem Sehen kommen.
Symptome einer Hyperprolaktinämie bei Männern
Zu den Symptomen einer Hyperprolaktinämie bei Männern gehören erektile Dysfunktion, verminderte Libido, Unfruchtbarkeit und Gynäkomastie, also eine Brustvergrößerung.
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So bestätigen Sie die Diagnose
Die Diagnose einer Hyperprolaktinämie wird von einem Endokrinologen oder Gynäkologen anhand der vorliegenden Anzeichen und Symptome sowie der Krankengeschichte der Person gestellt.
Darüber hinaus muss der Arzt zur Bestätigung der Diagnose eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Prolaktinspiegels anordnen.
Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Facharzt in Ihrer Nähe, wenn Sie Anzeichen oder Symptome bemerken, die mit einer Hyperprolaktinämie in Zusammenhang stehen könnten:
Der Arzt kann auch einen Schwangerschaftstest und Tests wie Kreatinin, TSH, TGO, TGP, Magnetresonanztomographie und Computertomographie anordnen, um Hyperprolaktinämie von anderen Erkrankungen wie beispielsweise Hypothyreose, Zirrhose, Tumoren, Schwangerschaft und Nierenversagen zu unterscheiden.
Wann wird von Hyperprolaktinämie gesprochen?
Von einer Hyperprolaktinämie spricht man, wenn die Prolaktinwerte im Blut über 25 ng/ml liegen.
Werte über 250 ng/ml deuten auf ein Prolaktinom hin, einen Tumor in der Hypophyse, der Drüse, die für die Sekretion von Prolaktin verantwortlich ist.
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Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen einer Hyperprolaktinämie sind:
- Schwangerschaft;
- Stillen;
- Stress;
- Körperliche Aktivität;
- Prolaktinom;
- Primäre Hypothyreose;
- Nieren- oder Lebererkrankungen.
Hyperprolaktinämie kann auch durch antipsychotische Medikamente wie Risperidon, trizyklische Antidepressiva und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie Fluoxetin verursacht werden; einige blutdrucksenkende Mittel wie Verapamil und Methyldopa; Medikamente mit gastrointestinaler Wirkung, wie Domperidon und Metoclopramid; und östrogenhaltige Medikamente wie kombinierte hormonelle Kontrazeptiva.
Wie die Behandlung durchgeführt wird
Die Behandlung einer Hyperprolaktinämie hängt von der Ursache ab und kann den Einsatz von Medikamenten oder in selteneren Fällen eine Operation und Strahlentherapie umfassen.
1. Medikamente
Bei einer durch die Einnahme von Medikamenten verursachten Hyperprolaktinämie kann der Arzt empfehlen, das Medikament abzusetzen oder durch ein anderes zu ersetzen.
Im Allgemeinen erfolgt die Behandlung des Prolaktinoms mit dem Medikament Cabergolin, das nicht nur den Prolaktinspiegel normalisiert, sondern auch dazu beiträgt, das Tumorvolumen zu reduzieren.
Bromocriptin ist ebenfalls eine Behandlungsoption und wird typischerweise als zweite Wahl angesehen.
2. Chirurgie
Bei großen Prolaktinomen, die auf die Behandlung mit früheren Medikamenten nicht ansprechen, oder wenn sich die Sehbehinderung durch eine medikamentöse Behandlung nicht bessert, kann eine Operation mit Techniken wie der transsphenoidalen Chirurgie und der Kraniotomie angezeigt sein.
Darüber hinaus kann eine Operation auch bei Unverträglichkeit gegenüber Medikamenten und einem Austritt von Liquor, also der Flüssigkeit, die das Gehirn umgibt, in die Nasenhöhle angezeigt sein.
3. Strahlentherapie
Eine Strahlentherapie ist nur bei Tumoren indiziert, die auf eine medikamentöse Behandlung und Operation nicht angesprochen haben.
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Häufige Fragen zur Hyperprolaktinämie
Einige häufig gestellte Fragen zur Hyperprolaktinämie sind:
1. Ist Hyperprolaktinämie schwerwiegend?
Im Allgemeinen ist eine Hyperprolaktinämie nicht schwerwiegend. Der Schweregrad dieser Erkrankung hängt jedoch von der Ursache und den auftretenden Symptomen ab.
2. Macht Hyperprolaktinämie dick?
Hyperprolaktinämie kann zu einer Gewichtszunahme führen, da einige Studien gezeigt haben, dass ein hoher Prolaktinspiegel mit erhöhtem Appetit, Leptin- und Insulinresistenz zusammenhängt und eine Gewichtszunahme begünstigt.
Es sind jedoch noch weitere wissenschaftliche Studien erforderlich, um zu bestätigen, ob Hyperprolaktinämie tatsächlich zu einer Gewichtszunahme führt.

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