Homöopathie: Was sie ist, wozu sie dient und wie sie wirkt

Homöopathie ist eine therapeutische Methode zur Behandlung oder Linderung verschiedener Arten von Gesundheitszuständen, wie zum Beispiel Angstzuständen, Asthma oder Depressionen, und wird nach dem allgemeinen Grundsatz „Gleiches heilt Ähnliches“ durchgeführt.

Diese Art der Therapie gilt als alternative oder ergänzende Behandlungsform, da es nicht genügend wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit gibt.

Allerdings ist die Homöopathie vom Federal Council of Medicine anerkannt und wird von der SUS im Rahmen des National Program of Integrative and Complementary Practices (PNPIC) angeboten. Sie muss von einem homöopathischen Arzt durchgeführt werden und darf niemals die konventionelle medizinische Behandlung durch allopathische Heilmittel ersetzen.

Wozu dient es?

Homöopathie kann bei der Behandlung vieler Arten von Gesundheitsproblemen eingesetzt werden, zu den häufigsten gehören:

  • Asthma oder Bronchitis;
  • Sinusitis oder Grippe;
  • Husten;
  • Entzündungen;
  • Dengue-Fieber;
  • Depression oder Angst;
  • Übergewicht.

Die Weltgesundheitsorganisation befürwortet den Einsatz der Homöopathie bei fast allen Krankheiten, lehnt jedoch den Einsatz bei schweren Krankheiten wie beispielsweise Durchfall bei Kindern, Malaria, Tuberkulose, Krebs und AIDS ab.

In diesen Fällen sollte vorzugsweise eine vom Arzt empfohlene klinische Behandlung angewendet werden.

Wie es funktioniert

Das Grundprinzip der Homöopathie besteht darin, dass die Gesundheit vom Gleichgewicht der Lebensenergie abhängt und deren Disharmonie zu Krankheiten führen kann. Auf diese Weise stellt die Homöopathie den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt und nicht die Krankheit.

Die Homöopathie basiert also auf dem Prinzip „Gleiches heilt Ähnliches“, d. h. es werden geringe Mengen an Stoffen tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs verwendet, die in der Lage sind, die gleichen Symptome einer bestimmten Krankheit hervorzurufen.

Auf diese Weise regt die Homöopathie die natürlichen Abwehrkräfte und Selbstheilungskräfte an und stellt das Gleichgewicht des Körpers wieder her.

Zubereitung homöopathischer Mittel

Die in der Homöopathie eingesetzten Substanzen werden ultraverdünnt und energetisiert bzw. bewegt, da auch diese Therapie auf dem „Gesetz der Infinitesimalen“ beruht, wonach ihre Wirkung umso stärker ist, je verdünnter die Substanz ist.

Wie läuft die Beratung beim Homöopathen ab?

Eine Konsultation mit einem Homöopathen ist der eines konventionellen Arztes sehr ähnlich, da Symptome, Familienanamnese sowie Tests beurteilt werden, die bei der Feststellung einer Diagnose helfen.

Bei einem Homöopathen wird der Arzt jedoch auch beurteilen, wie sich die Symptome auf das tägliche Leben auswirken, welche Beschwerden, Empfindungen und emotionalen Reaktionen es gibt, welche bedeutenden Ereignisse im Leben es gibt und wie sie sich auf die Person ausgewirkt haben.

Daher dauert die Konsultation des Homöopathen länger und dauert mindestens 30 Minuten, da dieser Fachmann verschiedene Arten von Fragen stellen kann, um mehr über das Privatleben jeder Person zu erfahren.

Nach dieser Beurteilung und nach Feststellung einer Diagnose kann der Homöopath angeben, welches homöopathische Mittel individuell angewendet werden sollte, sowie die Stärke seiner Verdünnung und einen Therapieplan mit Dosierungen, Zeiten und Dauer der Behandlung erstellen.

Wer sollte es nicht verwenden?

Homöopathische Arzneimittel sollten immer ergänzend zu einer schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden und daher nicht die vom Arzt verschriebenen Arzneimittel, sogenannte allopathische Arzneimittel, ersetzen.

Obwohl die meisten homöopathischen Mittel sicher sind, enthalten einige darüber hinaus Substanzen, die die Aufnahme anderer Mittel verhindern können. Daher ist es notwendig, immer Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie homöopathische Mittel jeglicher Art anwenden.