Olanzapin: wofür es ist, wie man es einnimmt und welche Nebenwirkungen es hat

Olanzapin ist ein Antipsychotikum zur Behandlung der akuten und Erhaltungsphase von Schizophrenie und anderen Psychosen bei Erwachsenen und hilft dabei, Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Veränderungen im Denken oder Sprechen, Isolation und desorganisiertes Verhalten zu kontrollieren.

Darüber hinaus kann Olanzapin auch von einem Psychiater allein oder in Kombination mit den Medikamenten Lithium oder Valproat zur Behandlung akuter manischer oder gemischter Episoden einer bipolaren Störung empfohlen werden. Erfahren Sie, wie eine bipolare Störung behandelt wird.

Olanzapin ist beispielsweise unter den Handelsnamen Zyprexa, Axonium oder Onaz in Form von 2,5-mg-, 5-mg- und 10-mg-Tabletten erhältlich und kann gegen Vorlage des ärztlichen Rezepts und Aufbewahrung einer Rezeptkopie in der Apotheke erworben werden.

Wozu dient es?

Olanzapin ist angezeigt für:

  • Akute und Erhaltungstherapie von Schizophrenie und anderen Psychosen bei Erwachsenen, hilft dabei, Symptome wie verminderte Zuneigung, Isolation, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Denkänderungen oder Misstrauen zu kontrollieren.
  • Linderung affektiver Symptome im Zusammenhang mit Schizophrenie,schizoaffektive Störung oder verwandte Störungen;
  • Gemischte akute manische Episoden einer bipolaren Störungund kann allein oder zusammen mit anderen Medikamenten wie Lithium oder Valproat angewendet werden.

Obwohl von Anvisa für diesen Zweck nicht zugelassen, kann Olanzapin auch bei der Behandlung von Anorexia nervosa und Kachexie helfen, da dieses Medikament den Appetit steigert und so die Gewichtszunahme begünstigt.

Die Anwendung von Olanzapin muss auf Empfehlung eines Psychiaters und regelmäßiger ärztlicher Überwachung erfolgen, um die Wirksamkeit der Behandlung und das Auftreten von Nebenwirkungen zu beurteilen.

Wie zu verwenden

Olanzapin muss oral eingenommen werden und die Dosis für Erwachsene variiert je nach dem behandelten Ziel. Die allgemeinen Richtlinien sind:

  • Schizophrenie und verwandte Störungen: Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg Olanzapin einmal täglich. Diese Dosis kann vom Arzt auf 5 bis 20 mg pro Tag angepasst werden;
  • Akute Manie im Zusammenhang mit einer bipolaren Störung:Die zunächst empfohlene Dosis beträgt 15 mg Olanzapin einmal täglich, die dann vom Arzt je nach Symptomentwicklung auf 5 bis 20 mg angepasst werden kann;
  • Prävention des Wiederauftretens einer bipolaren Störung:Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg Olanzapin einmal täglich, die dann vom Arzt entsprechend der Entwicklung der Symptome auf 5 bis 20 mg angepasst werden kann.

Olanzapin-Tabletten sollten mit einem Glas Wasser vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Olanzapin gehören Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, Schwindel, Schwäche, unwillkürliche Bewegungen, Mundtrockenheit, gesteigerter Appetit, Blähungen, verminderter Blutdruck, Gelenkschmerzen, Stürze, Harninkontinenz, Lungenentzündung oder Verstopfung.

In selteneren Fällen kann Olanzapin auch Lichtempfindlichkeit, verminderte Herzfrequenz, übermäßigen Speichelfluss, Gedächtnisverlust, Nasenbluten, Stottern, Hepatitis, Krampfanfälle und juckende, wunde Haut verursachen.

Darüber hinaus kann Olanzapin auch ein malignes neuroleptisches Syndrom verursachen, eine seltene und tödliche Komplikation, die durch einen übermäßigen Anstieg der Körpertemperatur, Muskelsteifheit und Bewusstseinsstörungen, instabilen Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz gekennzeichnet ist. Verstehen Sie das maligne neuroleptische Syndrom besser.

Wer kann es nicht nutzen?

Olanzapin sollte nicht von Kindern, älteren Menschen mit Demenz und Symptomen einer Psychose sowie von Personen angewendet werden, die auf einen der Bestandteile dieses Arzneimittels überempfindlich reagieren.

Darüber hinaus sollten Personen mit Krampfanfällen, Prostatavergrößerung, Veränderungen der Blutzellzahl, erhöhten Leberenzymen, Engwinkelglaukom oder einer Strahlentherapie oder Chemotherapie in der Vorgeschichte Olanzapin nur unter Anleitung und Aufsicht eines Arztes einnehmen.

Da Olanzapin Schläfrigkeit und Aufmerksamkeitsstörungen verursacht, wird davon abgeraten, während der Einnahme dieses Arzneimittels Maschinen zu bedienen oder Auto zu fahren.