Unter Anosognosie versteht man den Mangel an Bewusstsein oder Wahrnehmung bzw. die Ablehnung der Krankheit selbst und ihrer Grenzen, wobei die Person nicht in der Lage ist, den Gesundheitszustand zu verstehen oder die Diagnose nicht zu akzeptieren.
Typischerweise ist Anosognosie ein Symptom oder eine Folge neuropsychiatrischer Erkrankungen und kann beispielsweise im Frühstadium oder in schwereren Stadien von Alzheimer, Schizophrenie oder Demenz häufig auftreten und tritt häufiger bei älteren Menschen auf.
Es gibt keine spezifische Behandlung für Anosognosie, aber die Behandlung der Ursache dieser Erkrankung ist in der Regel wirksam bei der Linderung dieses Symptoms und sollte unter Anleitung eines Geriaters, Psychiaters oder Neurologen durchgeführt werden.
Inhaltsverzeichnis
Anosognosie-Symptome
Die Hauptsymptome einer Anosognosie sind:
- Mangel an Verständnis und Bewusstsein für den Gesundheitszustand;
- Langanhaltende Ablehnung der Diagnose;
- Führen Sie keine Behandlung durch, weil Sie glauben, nicht krank zu sein;
- Symptome nicht erkennen oder minimieren;
- Stimmungsschwankungen aufgrund der Konfrontation anderer Menschen mit Ihrer Erkrankung;
- Verminderte Hygienegewohnheiten und immer die gleiche Kleidung tragen, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Darüber hinaus kann die Person falsche Antworten auf die Krankheit und die Symptome geben, indem sie Realität und Vorstellung miteinander verbindet.
Diese Symptome müssen von der Familie beobachtet und dem Geriater, Psychiater oder Neurologen mitgeteilt werden, damit die Ursache ermittelt und eine Behandlung eingeleitet werden kann.
Was ist der Unterschied zwischen Anosognosie und Verleugnung?
Anosognosie ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, bei der das Gehirn nicht in der Lage ist, die Realität zu verarbeiten.
Dies führt zu einer langanhaltenden Ablehnung des neurologischen Defizits oder der psychiatrischen Erkrankung, wobei die Person nicht in der Lage ist, den Gesundheitszustand zu verstehen, und dies geschieht nicht absichtlich.
Von Verleugnung spricht man, wenn eine Person eine Diagnose bewusst nicht akzeptiert, aber irgendwann beginnt, sie zu akzeptieren und sich einer Behandlung zu unterziehen.
So bestätigen Sie die Diagnose
Die Diagnose einer Anosognosie wird von einem Psychiater, Geriater oder Neurologen anhand der Beurteilung der Symptome und der Krankengeschichte gestellt.
Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Psychiater in Ihrer Nähe:
Darüber hinaus muss der Arzt eine Reihe von Fragen stellen, um den Zustand der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins für die Krankheit und die damit verbundenen Symptome zu beurteilen und die Notwendigkeit einer Behandlung zu verstehen.
Daher beobachtet der Arzt das Verhalten der Person und berücksichtigt dabei einige Faktoren wie Sprache, Gedächtnis, Persönlichkeitsveränderungen und die Fähigkeit, eine bestimmte Aufgabe auszuführen.
Mögliche Ursachen
Die Hauptursachen für Anosognosie sind:
- Zerebrovaskulärer Unfall (CVA);
- Kopftrauma;
- Schizophrenie;
- Demenz, wie z. B. Alzheimer-Krankheit;
- Hemiplegie;
- Bipolare Störung.
Die genaue Ursache der Anosognosie ist nicht vollständig geklärt, sie scheint jedoch mit einer Läsion im rechten Parietallappen des Gehirns zusammenzuhängen, der für die Wahrnehmung von Empfindungen und Informationen verantwortlich ist.
Wie die Behandlung durchgeführt wird
Die Behandlung der Anosognosie muss unter Anleitung eines Psychiaters, Geriaters oder Neurologen erfolgen und zielt darauf ab, den Gesundheitszustand zu behandeln, der sie verursacht.
Die wichtigsten Behandlungsmethoden für Anosognosie sind:
1. Psychotherapie
Die Psychotherapie wird von einem Psychologen durchgeführt und setzt verschiedene Techniken ein, um bei der Bewältigung der Krankheit zu helfen und die Therapietreue zu verbessern.
So können beispielsweise eine kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeitstherapie oder motivierende Gesprächsführung indiziert sein.
2. Einnahme von Medikamenten
Der Einsatz von Medikamenten ist entsprechend der neuropsychiatrischen Erkrankung, die die Anosognosie verursacht, indiziert.
So können beispielsweise antipsychotische Medikamente oder Stimmungsstabilisatoren angezeigt sein.
Darüber hinaus erfolgt die Behandlung bei Alzheimer mit Medikamenten wie Donepezil, Galantamin und Rivastigmin.
Lesen Sie auch: 7 Medikamente gegen Alzheimer (und andere Behandlungsmöglichkeiten)
Swip Health.com/tratamento-para-alzheimer
3. Neurologische Stimulation
Neurologische Stimulation durch kognitive Stimulationsaktivitäten, wie beispielsweise Wortsuchen, Rätsel oder Kreuzworträtsel, zusätzlich zu körperlicher Bewegung, kann dazu beitragen, die Symptome einer Anosognosie zu reduzieren.
Darüber hinaus muss eine Person mit Anosognosie regelmäßig von einem Geriater oder Neurologen überwacht werden, damit das Fortschreiten der Symptome und ihr Allgemeinzustand beobachtet werden können.
Mögliche Komplikationen
Menschen mit Anosognosie haben aufgrund ihrer neurologischen Störungen ein höheres Risiko, häufig zu stürzen.
Daher muss der Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft die Familie über die tägliche Pflege und Vorsichtsmaßnahmen informieren, um Verletzungen durch Stürze zu vermeiden, die den Gesundheitszustand der Person verschlechtern könnten.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
Inspiriert von den Prinzipien von HealthOkay teile ich regelmäßig hilfreiche Informationen, alltagsnahe Tipps und evidenzbasierte Ansätze zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität.
Gesundheit beginnt mit Wissen – danke, dass Sie hier sind!