Der Cholinesterase-Test hilft bei der Messung des Cholinesterase-Spiegels im Blut, einem Enzym, das Acetylcholin abbaut, einen Neurotransmitter, der für die Übertragung des Nervenimpulses vom Nerv zur Muskelfaser verantwortlich ist.
Dieser Test eignet sich am besten für Landwirte, um den Grad der Exposition gegenüber giftigen Produkten wie Pestiziden, Insektiziden, Herbiziden und Düngemitteln zu bestimmen. Der Cholinesterase-Test kann auch zur Überwachung von Menschen mit Lebererkrankungen eingesetzt werden.
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Es gibt zwei Arten von Cholinesterase: Acetylcholinesterase, die von roten Blutkörperchen transportiert wird, und Plasmacholinesterase, die in Leber, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm produziert wird und im Blutplasma zirkuliert.
Inhaltsverzeichnis
Wozu dient es?
Der Cholinesterase-Test wird von Ärzten vor allem zur Überwachung des Ausmaßes der Exposition von Landwirten beispielsweise gegenüber Insektiziden und Pestiziden empfohlen. Erfahren Sie mehr über die Hauptrisiken von Pestiziden und wie Sie diese vermeiden können.
Darüber hinaus kann die Messung dieses Enzyms auch zur Überwachung von Menschen mit Lebererkrankungen, insbesondere solchen, die sich einer Lebertransplantation unterziehen, erforderlich sein, da diese normalerweise niedrige Cholinesterasewerte aufweisen.
Die Messung der Cholinesterase kann auch bei Personen indiziert sein, die Mutationen haben, die die ordnungsgemäße Funktion oder Produktion dieses Enzyms beeinträchtigen.
Normale Werte
Normale Cholinesterasewerte sind:
- Männer:4620 bis 11500 U/L;
- Frauen:3930 bis 10800 U/L.
Die Referenzwerte für den Cholinesterase-Test variieren je nach Labor und verwendetem Kit zur Durchführung des Tests.
Bei diesem Test wird eine kleine Blutprobe entnommen, die zur Analyse an das Labor geschickt werden muss. Laut Labor kann es empfehlenswert sein, mindestens 4 Stunden zu fasten.
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Was die Ergebnisse bedeuten
Hohe oder niedrige Cholinesterasewerte können auf Folgendes hinweisen:
1. Hohe Cholinesterase
Eine hohe Cholinesterase kann verursacht werden durch:
- Hyperthyreose;
- Fettleibigkeit;
- Nephrotisches Syndrom;
- Diabetes.
Darüber hinaus können Kinder mit kognitiven Behinderungen auch erhöhte Cholinesterasewerte im Blut aufweisen.
2. Niedrige Cholinesterase
Eine niedrige Cholinesterase weist hauptsächlich auf eine längere Exposition gegenüber Organophosphat-Pestiziden hin. Dabei handelt es sich um Substanzen, die in Insektiziden, Pestiziden und Herbiziden enthalten sind und die Aktivität dieses Enzyms hemmen können, was zur Anreicherung von Acetylcholin führt und Anzeichen und Symptome hervorruft wie:
- Kolik;
- Durchfall;
- Erbrechen;
- Übermäßiger Speichelfluss;
- Sehschwierigkeit;
- Senkung des Blutdrucks;
- Muskelschwäche;
- Lähmung.
Obwohl ein niedriger Cholinesterasespiegel hauptsächlich mit einer Vergiftung zusammenhängt, kann dieses Enzym auch bei Hepatitis, Zirrhose, Herzinsuffizienz, akuter Infektion und Herzinfarkt niedrig sein.
Daher ist es wichtig, dass das Ergebnis des Cholinesterase-Tests immer zusammen mit anderen Tests interpretiert wird, damit der Arzt die möglichen Ursachen identifizieren und die am besten geeignete Behandlung empfehlen kann.

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