Cortisol-Entgiftung: Was es ist, wie man es macht (und funktioniert es?)

„Cortisol-Entgiftung“ ist ein beliebter Begriff, der erfunden wurde, um einige Möglichkeiten zum Ausgleich des Cortisols im Körper zu bezeichnen, darunter Bewegung, guter Schlaf und eine gesunde Ernährung.

Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass der Begriff „Cortisol-Entgiftung“ wissenschaftlich nicht anerkannt ist. Darüber hinaus erfolgt der Ausgleich dieses Hormons auf natürliche Weise durch den Körper und es ist nicht möglich, Cortisol zu entgiften, da es sich bei diesem Hormon nicht um ein Toxin handelt.

Ein hoher Cortisolspiegel kann beispielsweise durch Faktoren wie eine längere Einnahme von Kortikosteroiden, chronischen Stress oder Tumore verursacht werden. Dieser Zustand kann Symptome und Anzeichen wie Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Diabetes und Muskelschwäche verursachen.

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Wie man Cortisol entgiftet

Einige Möglichkeiten für eine „Cortisol-Entgiftung“ sind:

1. Stress ausgleichen

Der Stressausgleich ist eine großartige Möglichkeit, eine „Cortisol-Entgiftung“ durchzuführen und dabei zu helfen, den Spiegel dieses Hormons zu regulieren.

Einige Tipps zum Stressausgleich sind Meditation, Yoga, Atemübungen und Achtsamkeit. Schauen Sie sich weitere Tipps zum Stressabbau an.

2. Treiben Sie regelmäßig Sport

Eine „Cortisol-Entgiftung“ kann durch regelmäßige körperliche Betätigung von mindestens 150 Minuten pro Woche erreicht werden.

Übungen wie Gehen, leichtes Joggen, Schwimmen oder Radfahren für durchschnittlich 30 Minuten pro Tag helfen, den Cortisolspiegel zu senken. Yoga, Pilates und Tai Chi sind ebenfalls sehr wirksam bei der Senkung des Cortisolspiegels.

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3. Schlafen Sie gut

Für die „Cortisol-Entgiftung“ ist ein guter Schlaf mit einer Schlafdauer von 7 bis 9 Stunden pro Nacht unerlässlich.

Dies liegt daran, dass der regelmäßige Schlaf und eine ruhige Umgebung dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern und den zirkadianen Zyklus zu regulieren.

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4. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

Die Aufrechterhaltung einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung ist eine Strategie zur „Cortisol-Entgiftung“. Daher kann der Ernährungsberater empfehlen, Lebensmittel wie Fisch, Geflügel, Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette wie beispielsweise Omega-3 zu priorisieren.

Zugesetzter Zucker, hochverarbeitete Lebensmittel, verarbeitetes Fleisch, Koffein und Alkohol sollten vermieden werden, da sie den Cortisolspiegel erhöhen können.

5. Medikamente einnehmen

Abhängig von der Ursache des hohen Cortisolspiegels kann der Arzt die Verwendung von Medikamenten zur Kontrolle der Menge dieses Hormons empfehlen, wie beispielsweise Metyrapon, Aminoglutethimid und Mitotan.

6. Waldbaden

Eine mögliche gute „Cortisol-Entgiftung“ ist das Baden im Wald, das dabei helfen könnte, das Gehirn zu beruhigen und den Cortisolspiegel zu senken.

Dies liegt daran, dass diese japanische Praxis, die aus dem Eintauchen in den Wald besteht, Spaziergänge und Aktivitäten umfasst, die durch Bilder, Geräusche und Gerüche alle Sinne anregen und den Menschen in den gegenwärtigen Moment versetzen.

Es sind jedoch noch weitere Studien erforderlich, um die möglichen Vorteile des Waldbadens bei der Reduzierung von Cortisol zu bewerten.

21 Tage Cortisol-Entgiftung

Die „21-tägige Cortisol-Entgiftung“ ist eine Art Programm, das in sozialen Medien, in einigen Kliniken und von Wellnessprodukten beworben wird.

Allerdings gibt es für diesen Ansatz keine wissenschaftlichen Belege hinsichtlich seiner Notwendigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit und wird daher nicht empfohlen.

Funktioniert die Cortisol-Entgiftung?

Die „Cortisol-Entgiftung“, wie sie allgemein in den sozialen Medien und von einigen Produkten beworben wird, funktioniert nicht.

Denn sie versprechen schnelle und magische Lösungen, um Stress abzubauen, Gewicht zu verlieren und sogar das Hormonsystem „zurückzusetzen“, Maßnahmen, für die es keine wissenschaftlichen Beweise gibt.

Die Regulierung des Cortisolspiegels funktioniert, wenn sie unter Anleitung und Überwachung eines Arztes und eines Ernährungsberaters erfolgt und wissenschaftlich erprobte Maßnahmen umfasst, wie zum Beispiel guten Schlaf, körperliche Bewegung und Stressbewältigung.

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