Unter metabolischer Azidose versteht man den Anstieg der Säurekonzentration im Blut oder den übermäßigen Verlust von Bikarbonat, einer essentiellen Verbindung zur Neutralisierung von Säuren und zur Aufrechterhaltung des Blut-pH-Werts, was zu Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, geistiger Verwirrung oder Schwäche führt.
Eine metabolische Azidose kann durch verschiedene Krankheiten verursacht werden, beispielsweise durch diabetische Ketoazidose, Laktatazidose, schweren Durchfall oder Nierenversagen.
Die Diagnose einer metabolischen Azidose wird durch eine arterielle Blutgasanalyse gestellt, bei der der Blut-pH-Wert und andere Parameter ausgewertet werden, die vom Allgemeinarzt oder Nephrologen interpretiert werden und so die am besten geeignete Behandlung angezeigt wird, die je nach Ursache variiert.
Inhaltsverzeichnis
Symptome einer metabolischen Azidose
Die Hauptsymptome einer metabolischen Azidose sind:
- Übelkeit und Erbrechen;
- Appetitlosigkeit;
- Müdigkeit und Schwäche;
- Erhöhte Herzfrequenz;
- Schnelles und tiefes Atmen;
- Kopfschmerzen;
- Geistige Verwirrung.
Es ist wichtig zu beachten, dass Symptome nicht immer vorhanden sind und schwer zu erkennen sein können.
Darüber hinaus variieren auch die Symptome einer metabolischen Azidose je nach Ursache und können Auswirkungen auf die Atmung, das Gehirn, die Herzfunktion und den Stoffwechsel des Körpers haben.
So bestätigen Sie die Diagnose
Die Diagnose einer metabolischen Azidose wird von einem Allgemeinmediziner oder Nephrologen anhand der Beurteilung der Symptome, der Krankengeschichte und Blutuntersuchungen, hauptsächlich einer arteriellen Blutgasanalyse, gestellt. Erfahren Sie, wie eine arterielle Blutgasanalyse durchgeführt wird.
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Dieser Test ist wichtig für die Diagnose einer metabolischen Azidose, die durch einen Blut-pH-Wert unterhalb des normalen Bereichs von 7,35 bis 7,45 sowie einen PaCO definiert wird2erhöht, was auf eine hohe Kohlendioxidkonzentration im Blut und normale oder erhöhte Bikarbonatspiegel (HCO) hinweist3).
Darüber hinaus können zusätzliche Blutuntersuchungen und eine Urinanalyse erforderlich sein, um die Ursache der metabolischen Azidose zu ermitteln und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Unterschied zwischen metabolischer Azidose und respiratorischer Azidose
Bei der metabolischen Azidose handelt es sich um einen Abfall des pH-Werts im Blut, der durch einen Anstieg der Säuren oder einen Rückgang des Bikarbonats im Körper verursacht wird.
Bei einer respiratorischen Azidose handelt es sich um eine Abnahme des pH-Werts im Blut aufgrund eines Anstiegs von Kohlendioxid (CO2), der durch Hypoventilation verursacht wird. Hypoventilation ist eine sehr flache oder sehr langsame Atmung, die nicht den Bedürfnissen des Körpers entspricht.
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Mögliche Ursachen
Die Hauptursachen einer metabolischen Azidose sind:
1. Diabetische Ketoazidose
Die metabolische Azidose ist eine Komplikation des Typ-1-Diabetes, die bei unsachgemäßer Behandlung zur Bildung und Anreicherung saurer Ketonkörper im Körper führt. Erfahren Sie mehr über diabetische Ketoazidose.
2. Schwerer Durchfall oder unsachgemäßer Gebrauch von Abführmitteln
Schwerer Durchfall oder die unsachgemäße Anwendung von Abführmitteln können dazu führen, dass der Körper durch den Stuhlgang zu viel Natriumbikarbonat verliert, eine wichtige Verbindung zur Neutralisierung von Säuren im Körper.
3. Laktatazidose
Unter Laktatazidose versteht man die Ansammlung von Milchsäure im Blut, da der Körper mehr Milchsäure produziert, als er ausscheiden kann.
Dieser Zustand kann beispielsweise bei Krebs, übermäßigem Alkoholkonsum, Herzinsuffizienz, schwerer Anämie, schwerem Asthma, anhaltender Hypoxie, Sepsis oder Leberversagen auftreten.
4. Alkoholvergiftung
Eine Alkoholvergiftung wie Methanol oder Ethylenglykol kann die Produktion saurer Verbindungen im Körper erhöhen und zu einer metabolischen Azidose führen.
5. Nierenversagen
Nierenversagen kann auch zu einer metabolischen Azidose führen, da die Nieren nicht in der Lage sind, das normale pH-Gleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten, da sie überschüssige Säure nicht entfernen und nicht genügend Bikarbonat resorbieren können.
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Wie die Behandlung durchgeführt wird
Die Behandlung einer metabolischen Azidose muss unter Anleitung eines Allgemeinarztes oder Nephrologen durchgeführt werden, variiert je nach Ursache und erfordert normalerweise einen Krankenhausaufenthalt.
Die wichtigsten Behandlungsmethoden für metabolische Azidose sind:
- Insulinverabreichung, insbesondere bei diabetischer Ketoazidose;
- HämodialyseBei einer Alkoholvergiftung können auch Gegenmittel eingesetzt werden;
- Intravenöses Serum oder orale Rehydrierungssalze, bei Flüssigkeitsverlust aufgrund von Durchfall;
- Dialyse, bei Nierenversagen.
Darüber hinaus empfiehlt Ihr Arzt möglicherweise die Verwendung von Medikamenten wie Natriumbicarbonat oder Kaliumcitrat, um die Blutbasiswerte zu erhöhen und den Säuregehalt zu reduzieren.
In schweren Fällen einer metabolischen Azidose kann die intravenöse Gabe von Bikarbonat erforderlich sein, um den Säuregehalt des Körpers schnell zu korrigieren.
Diät bei metabolischer Azidose
Bei der Ernährung bei metabolischer Azidose sollte der Verzehr von Obst, Gemüse, Nüssen und Proteinen pflanzlichen Ursprungs im Vordergrund stehen, da es sich hierbei um Lebensmittel handelt, die nicht dazu neigen, den Säuregehalt des Körpers zu erhöhen.
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Es ist außerdem wichtig, den Verzehr von Fleisch, Fisch, Eiern, Käse und alkoholischen Getränken zu reduzieren und einen Ernährungsberater zu konsultieren, um einen an die Bedürfnisse der Person angepassten Ernährungsplan zu erhalten.

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