Molybdän ist ein grundlegendes Mineral für die Verarbeitung von Proteinen und genetischem Material und spielt außerdem eine Rolle im Stoffwechsel von Medikamenten, sodass diese keine Toxizität für den Körper verursachen.
Dieser Mikronährstoff kommt in verschiedenen Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs vor, wie zum Beispiel Milch, Saubohnen, Erbsen, grünem Blattgemüse, Schwarzaugenerbsen, Rinderleber und Getreide.
Die empfohlene Tagesmenge an Molybdän ist sehr gering und variiert je nach Alter zwischen 2 µg und 50 µg. Daher ist Molybdänmangel eine sehr seltene Erkrankung.
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Inhaltsverzeichnis
Wofür wird Molybdän verwendet?
Die Funktionen von Molybdän im Körper sind:
- Proteine und genetisches Material wie DNA verarbeiten;
- Erleichtern Sie den Metabolismus von Medikamenten, damit diese sich nicht ansammeln und toxische Wirkungen verursachen.
- Schwefelaminosäuren wie Methionin und Cystein metabolisieren und so den Sulfitgehalt im Körper ausgleichen;
- Gleicht die Produktion von Harnsäure aus, die in geringen Mengen zur antioxidativen Kapazität des Blutplasmas beiträgt.
Molybdän ist für den Stoffwechsel und die Oxidations-Reduktions-Reaktionen von vier Enzymen im Körper essentiell: Sulfitoxidase, Xanthinoxidase, Aldehydoxidase und die mitochondriale Amidoxim-reduzierende Komponente.
Lebensmittel mit Molybdän
Die folgende Tabelle zeigt die Menge an Molybdän, die in einigen Lebensmitteln enthalten ist:
Molybdän kommt auch in mehreren anderen Lebensmitteln vor, beispielsweise in Vollkornbrot, Hühnchen, Eiern, Spinat, Mais, Orangen und Spargel.
Empfohlene tägliche Verzehrmenge
Die empfohlene tägliche Zufuhr von Molybdän variiert je nach Alter und Lebensphase, wie im Folgenden erläutert:
- Geburt bis 6 Monate: 2 µg pro Tag;
- Von 7 bis 12 Monaten: 3 µg;
- Kinder von 1 bis 3 Jahren: 17 µg;
- Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren: 22 µg;
- Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 13 Jahren: 34 µg;
- Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren: 43 µg;
- Erwachsene ab 19 Jahren: 45 µg.
Für schwangere oder stillende Frauen beträgt die empfohlene Zufuhr von Molybdän pro Tag 50 µg.
Molybdänmangel
Ein Molybdänmangel ist sehr selten, da unser Bedarf an diesem Mineralstoff durch regelmäßige Ernährung leicht gedeckt werden kann.
Ein Mangel an diesem Mineral kann jedoch bei Molybdän-Cofaktor-Mangel auftreten, einer sehr seltenen genetischen Erkrankung, die den Körper daran hindert, diesen Nährstoff zu nutzen.
Bei einem Molybdän-Cofaktor-Mangel kann es zu Krampfanfällen, Enzephalopathie, schwerer Hirnschädigung, geistiger Behinderung, Hirnatrophie und in einigen Fällen zum Tod kommen.
Überschüssiges Molybdän
Überschüssiges Molybdän in der Nahrung ist selten, da die Nieren über effiziente Mechanismen verfügen, um den Spiegel dieses Minerals im Körper zu regulieren und es über den Urin auszuscheiden.
Die chronische Einnahme hoher Dosen von Nahrungsergänzungsmitteln oder die Exposition von Arbeitern wie Bergleuten und Metallarbeitern gegenüber hohen Molybdänwerten in der Luft und im Boden kann zu Toxizität führen.

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