Elektroneuromyographie: Was es ist, wozu es dient und wie es durchgeführt wird

Die Elektroneuromyographie oder ENMG ist ein Test, der die Nerven und Muskeln des Körpers beurteilt. Bei dieser Untersuchung werden Sensoren eingesetzt, die die Weiterleitung eines elektrischen Impulses in einem Nerv aufzeichnen und so die Muskelaktivität während einer Bewegung beurteilen können.

Auf diese Weise ist ENMG hilfreich bei der Diagnose und Planung der Behandlung von Krankheiten wie Amyotropher Lateralsklerose, diabetischer Neuropathie, Karpaltunnelsyndrom oder Guillain-Barré-Krankheit.

Die Elektroneuromyographie ist nicht die Standarduntersuchung zur Diagnose von Nerven- und Muskelerkrankungen, ihre Ergebnisse werden jedoch entsprechend der Krankengeschichte des Patienten und den Ergebnissen neurologischer Untersuchungen interpretiert.

Wozu dient es?

Die Elektroneuromyographie-Untersuchung dient der Beurteilung der Funktion von Nerven und Muskeln und ist hilfreich bei der Diagnose von Krankheiten, die mit Nervenimpulsen oder muskulärer elektrischer Aktivität zusammenhängen.

Daher kann die Elektroneuromyographie angezeigt sein bei:

  • Guillain-Barré-Syndrom;
  • Polyneuropathie, verursacht durch Diabetes oder eine entzündliche Erkrankung;
  • Progressive Muskelatrophie;
  • Bandscheibenvorfall oder andere Radikulopathien, die zu einer Schädigung der Spinalnerven führen.
  • Karpaltunnelsyndrom;
  • Gesichtslähmung;
  • Amyotrophe Lateralsklerose;
  • Polio;
  • Veränderung der Kraft oder Sensibilität durch Trauma oder Schlag;
  • Muskelerkrankungen wie Myopathien oder Muskeldystrophien.

Anhand der bei der Untersuchung gewonnenen Informationen kann der Arzt die Diagnose bestätigen, die besten Behandlungsformen angeben oder in einigen Fällen den Schweregrad und die Entwicklung der Krankheit überwachen.

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Verfügbar in: São Paulo, Rio de Janeiro, Distrito Federal, Pernambuco, Bahia, Maranhão, Pará, Paraná, Sergipe und Ceará.

So bereiten Sie sich auf die Prüfung vor

Für die Durchführung der Elektroneuromyographie wird empfohlen, satt am Untersuchungsort einzutreffen und locker sitzende oder leicht auszuziehende Kleidung wie Röcke oder Shorts zu tragen. In den 24 Stunden vor der Untersuchung sollten Sie keine Öle oder Feuchtigkeitscremes verwenden, da diese Kosmetika die Haftung der Elektroden erschweren können.

Es ist wichtig, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie Medikamente einnehmen, da einige, wie zum Beispiel Antikoagulanzien, den Test beeinträchtigen oder kontraindizieren können, und wenn Sie einen Herzschrittmacher haben, wenn Sie an Blutkrankheiten wie Hämophilie leiden.

Darüber hinaus ist zu bedenken, dass die Elektroneuromyographie in der Regel auf beiden Seiten (beide Beine oder Arme) durchgeführt wird, da es wichtig ist, die festgestellten Veränderungen zwischen der betroffenen Seite und der gesunden Seite zu vergleichen.

Wie die Elektroneuromyographie durchgeführt wird

Die Elektroneuromyographie-Untersuchung wird in zwei Schritten durchgeführt:

  • Elektroneurographie oder Neuroleitung: Kleine Sensoren werden strategisch auf der Haut positioniert, um bestimmte Muskeln oder Nervenbahnen zu bewerten. Anschließend werden kleine elektrische Reize erzeugt, um Aktivitäten in diesen Nerven und Muskeln hervorzurufen, die vom Gerät erfasst werden. Dieser Schritt kann zu Beschwerden führen, die kleinen Stößen ähneln, aber erträglich sind;
  • Elektromyographie: Eine nadelförmige Elektrode wird durch die Haut bis zum Muskel eingeführt, um die Aktivität direkt zu beurteilen. Dazu wird der Patient aufgefordert, einige Bewegungen auszuführen, während die Elektrode die Signale erfasst. In diesem Stadium kommt es beim Einführen der Nadel zu stechenden Schmerzen und während der Untersuchung kann es zu Unannehmlichkeiten kommen, die erträglich sind.

Die Elektroneuromyographie-Untersuchung wird von einem Arzt durchgeführt und ist in Krankenhäusern oder Spezialkliniken möglich. Diese Untersuchung wird von der SUS kostenlos durchgeführt und von einigen Krankenkassen übernommen, kann aber auch privat durchgeführt werden.

Wer sollte das nicht tun?

Die Elektroneuromyographie stellt keine gesundheitlichen Risiken dar, sollte jedoch nicht von Personen durchgeführt werden, die einen Herzschrittmacher tragen oder gerinnungshemmende Medikamente wie beispielsweise Warfarin, Marevan oder Rivaroxaban einnehmen. In diesen Fällen muss der Arzt informiert werden, der die Kontraindikation beurteilt bzw. welche Art der Behandlung durchgeführt werden kann.

Es gibt einige absolute Kontraindikationen für die Durchführung der Untersuchung, nämlich die Nichtkooperation des Patienten bei der Durchführung der Untersuchung, die Weigerung des Patienten, den Eingriff durchzuführen, und das Vorhandensein von Läsionen an der Stelle, an der die Untersuchung durchgeführt werden soll.

Mögliche Risiken

Die Elektroneuromyographie-Untersuchung ist in den meisten Fällen sicher, es kann jedoch Situationen geben, in denen das Verfahren ein Risiko birgt, wie zum Beispiel:

  • Patienten, die sich einer Behandlung mit Antikoagulanzien unterziehen;
  • Blutkrankheiten wie Hämophilie und Blutplättchenstörungen;
  • Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, wie AIDS, Diabetes und Autoimmunerkrankungen;
  • Menschen, die einen Herzschrittmacher haben;
  • Aktive infektiöse Läsionen an der Stelle, an der die Untersuchung durchgeführt werden soll.

Daher ist es neben der Einnahme von Medikamenten wichtig, Ihren Arzt zu informieren, wenn bei Ihnen eine der als Risiko eingestuften Erkrankungen vorliegt, um das Risiko von Komplikationen zu verringern.