Lenacapavir ist ein langwirksames Medikament, das zur Behandlung einer multiresistenten HIV-Infektion bei Erwachsenen oder zur Präexpositionsprophylaxe bei Erwachsenen oder Jugendlichen mit einem HIV-Risiko indiziert sein kann.
Dieses Arzneimittel blockiert die Funktion des HIV-Kapsids, einer Proteinstruktur, die das genetische Material des Virus umgibt, und verhindert so, dass es wesentliche Phasen seines Lebenszyklus abschließen kann.
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Lenacapavir ist als orale Tablette oder als subkutane Injektion mit verlängerter Wirkstofffreisetzung erhältlich. Allerdings ist es noch nicht bei Anvisa registriert und wird in Brasilien weder genutzt noch angeboten.
Inhaltsverzeichnis
Wozu dient es?
Lenacapavir kann angezeigt sein für:
- Behandlung der multiresistenten HIV-1-Infektion bei Erwachsenenund muss in Verbindung mit anderen antiretroviralen Medikamenten verwendet werden;
- HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bei Erwachsenen und Jugendlichen, dem Risiko einer HIV-Infektion ausgesetzt.
Dieses Mittel ist normalerweise dann angezeigt, wenn andere Behandlungen aufgrund von Resistenzen, Unverträglichkeiten oder Unfähigkeit zur sicheren Anwendung nicht wirken.
Lenacapavir ist ein antiretrovirales Mittel, das die Funktion des HIV-Kapsids hemmt. Somit blockiert dieses Arzneimittel langfristig die HIV-Replikation und verhindert, dass die Infektion zum erworbenen Immunschwächesyndrom (AIDS) fortschreitet.
Wie zu verwenden
Lenacapavir kann in Form von 300-mg-Tabletten zum Einnehmen oder über eine Injektionslösung mit verlängerter Wirkstofffreisetzung von 463,5 mg zur subkutanen Verabreichung verabreicht werden.
Die Dosierung von Lenacapavir variiert je nachdem, ob eine Person HIV behandelt oder vorbeugt.
1. HIV-Behandlung
Die HIV-Behandlung mit Lenacapavir beginnt mit Tabletten, gefolgt von Injektionen:
Zur Behandlung von HIV muss Lenacapavir in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln eingenommen werden, da es allein nicht ausreicht.
Die Injektionen müssen vom Arzt oder dem Pflegepersonal jeweils an einer anderen Stelle des Bauches vorgenommen werden.
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2. HIV-Prävention
Lenacapavir zur HIV-Prävention kann durch die subkutane Verabreichung von 2 Injektionen von 463,5 mg (Gesamtdosis 927 mg) alle 6 Monate verabreicht werden.
Lenacapavir sollte in einer Klinik von medizinischem Fachpersonal verabreicht werden, um die Einhaltung der Behandlung zu erleichtern und das Risiko zu verringern, dass die Einnahme von Tabletten vergessen wird.
Zur Vorbeugung von HIV ist die Einnahme von Tabletten vor der Injektion nicht erforderlich.
Es ist jedoch wichtig hervorzuheben, dass Lenacapavir von Anvisa noch nicht für die Vermarktung und Verwendung in Brasilien zugelassen wurde. Daher dienen die Dosierungsangaben lediglich als Referenz.
Mögliche Nebenwirkungen
Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen gehören Schmerzen, Verhärtung, Knoten, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und verschwinden von selbst.
Darüber hinaus kann es zu Übelkeit, Verstopfung, geschwollenem Bauch, Durchfall und Kopfschmerzen, Gelenk- und Rückenschmerzen, Husten, Fieber und Harnwegsinfektionen kommen.
Zu den selteneren, aber schwerwiegenderen Nebenwirkungen gehören Leberprobleme, die durch Veränderungen bei Blutuntersuchungen festgestellt werden, Veränderungen der Nierenfunktion und seltene allergische Reaktionen.
Wer sollte es nicht verwenden?
Lenacapavir sollte nicht von Personen angewendet werden, die gegen das Arzneimittel oder seine Bestandteile allergisch sind.
Einige Medikamente, wie zum Beispiel bestimmte Antibiotika und Antikonvulsiva (z. B. Rifampicin und Carbamazepin), können ihren Spiegel im Körper erheblich senken und ihre Wirksamkeit verringern.
Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt vor Beginn der Einnahme von Lenacapavir über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel informieren, die Sie einnehmen, um die Wirksamkeit von Lenacapavir nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus sollten schwangere oder stillende Frauen dieses Arzneimittel nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden.

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