Subchondrale Knochenzysten bei Menschen mit Arthrose

Wichtige Erkenntnisse

  • Unterhalb des Knorpels bilden sich subchondrale Knochenzysten, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.
  • Knochenzysten können Schmerzen oder Gelenksteifheit verursachen, zeigen jedoch nicht immer Symptome.
  • Die Behandlung konzentriert sich auf die Behandlung der Arthrosesymptome und nicht auf die Entfernung der Zysten.

Eine subchondrale Zyste ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Sack, der sich im Knochen unter dem Knorpel eines Gelenks wie Hüfte, Knie oder Schulter bildet. Sie wird auch als Knochenzyste bezeichnet. „Subchondral“ bedeutet unterhalb des Knorpels.

Diese Zysten können bei Menschen mit Arthrose entstehen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über subchondrale Knochenzysten, warum sie auftreten, wie sie diagnostiziert werden, welche Symptome auftreten und gängige Behandlungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Wie Arthrose verläuft

Arthrose wird durch den Abbau von Knorpel in den Gelenken verursacht.Knorpel dient als Polster zwischen den Gelenkknochen und ermöglicht es ihnen, übereinander zu gleiten und Stöße durch körperliche Bewegungen zu absorbieren. Wenn es beschädigt ist, entstehen Knochensporne, Knochenzysten und andere Probleme.

Arthrose entwickelt sich typischerweise in den folgenden Stadien:

  1. Zu Beginn der Erkrankung beginnt sich der Raum zwischen den Gelenkknochen aufgrund der Knorpeldegeneration zu verengen.
  2. Während das Gelenk versucht, sich selbst zu reparieren, kann der Knochenumbau oft willkürlich erfolgen und zur Bildung von Knochensporen (Osteophyten) und zur Entwicklung einer subchondralen Sklerose (Gelenkversteifung aufgrund erhöhter Knochenmasse) führen.
  3. Mit fortschreitendem Knorpelverlust können sich subchondrale Knochenzysten bilden.
  4. Der zunehmende Knorpelabbau führt schließlich dazu, dass Knochen an Knochen reiben, was Schmerzen und einen Verlust der Beweglichkeit auslöst.

Ursachen und Symptome

Subchondraler Knochenist die Knochenschicht direkt unter dem Knorpel. Bei Arthrose erhöht sich die Blutversorgung dieser Bereiche, da der Körper versucht, die Gelenkschäden zu reparieren.

Die genaue Art und Weise, wie subchondrale Knochenzysten entstehen, ist unbekannt, aber eine Schädigung des subchondralen Knochens und des darüber liegenden Knorpels ist ein entscheidender Faktor.

Symptome einer Knochenzyste
Bei Knochensporen und erhöhter Knochenmasse kann die Bildung subchondraler Knochenzysten die Symptome einer Arthrose weiter verschlimmern. Knochenzysten können leichte bis mittelschwere Schmerzen verursachen, die Gelenkflexibilität beeinträchtigen oder beides. Sie können auch asymptomatisch sein.

Nicht alle Menschen mit Arthrose entwickeln subchondrale Zysten. Es ist nicht klar, warum manche Menschen die Krankheit entwickeln und andere nicht.

Diagnose

Subchondrale Knochenzysten werden mit einer Röntgenaufnahme diagnostiziert.

Sie erscheinen als ausgehöhlte Bereiche im subchondralen Knochen, sind aber oft schlecht definiert und schwer zu erkennen. In solchen Fällen kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) angeordnet werden, um dem Arzt eine dreidimensionalere Sicht zu ermöglichen.

Die Röntgen- oder MRT-Ergebnisse sowie eine Überprüfung der Symptome und Risikofaktoren der Person reichen in der Regel aus, um die Diagnose zu bestätigen.

Zu den Risikofaktoren für Knochenzysten gehören:

  • Fettleibigkeit
  • Rauchen
  • Abnormale Gelenkausrichtung
  • Abnormale Gelenkform
  • Vorherige Gelenkverletzung
  • Arthrose in der Familienanamnese

Behandlung

Knochenzysten werden nicht direkt behandelt. Stattdessen wird der Arzt Wege finden, die akuten und langfristigen Symptome der zugrunde liegenden Arthrose zu lindern.

Zu den Behandlungsoptionen für subchondrale Zysten gehören:

  • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) wie Advil oder Motrin (Ibuprofen) und Aleve (Naproxen) zur Schmerzbehandlung
  • Gewichtsverlust zur Entlastung der Gelenke
  • Übungen mit geringer Belastung (wie Radfahren, Schwimmen oder Crosstrainer), um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten oder zu verbessern
  • Physiotherapie
  • Ultraschalltherapie

Wenn keine dieser Möglichkeiten Linderung bringt, kann der Arzt eine Gelenkersatzoperation empfehlen.

Häufig gestellte Fragen

  • Verschwinden arthritische Zysten?

    Sie können nach bestimmten Operationen (z. B. einem vollständigen Kniegelenkersatz) verschwinden oder kleiner werden. Allerdings verschwinden große Zysten möglicherweise nicht vollständig.

  • Sind subchondrale Zysten häufig?

    Etwas. Eine Studie mit über 800 Menschen mit Knie-Arthrose ergab, dass etwa 30 % subchondrale Zysten hatten.

  • Kann eine Knochenzyste krebsartig sein?

    Knochenzysten sind kein Krebs und breiten sich nicht auf andere Körperteile aus.