Lösliche vs. unlösliche Ballaststoffe: Welche sind besser für Ihre Verdauung und warum?

Wenn Sie Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung haben, kommt es auf die Art der Ballaststoffe an, die Sie zu sich nehmen. Lösliche Ballaststoffe eignen sich am besten zur Linderung von Durchfall, während unlösliche Ballaststoffe zur Linderung von Verstopfung beitragen.

Lösliche Ballaststoffe sind besser gegen Durchfall

Durchfall ist durch häufigen weichen, wässrigen Stuhlgang gekennzeichnet. Lösliche Ballaststoffe helfen auf zwei Arten, die Symptome zu lindern:

  1. Es reduziert die Häufigkeit des Stuhlgangs:Lösliche Ballaststoffe lösen sich in Wasser auf und bilden eine gelartige Substanz, die die Bewegung der Nahrung durch den Verdauungstrakt verlangsamt und so die Häufigkeit des Stuhlgangs verringert.
  2. Es verbessert die Stuhlkonsistenz:Wenn Sie Durchfall haben, enthält Ihr Darm überschüssiges Wasser, was zu weichem, wässrigem Stuhl führt. Lösliche Ballaststoffe helfen dabei, dieses Wasser zu absorbieren, bilden eine gelartige Substanz und tragen dazu bei, die Konsistenz Ihres Kots zu verbessern.

Beispiele für lösliche Ballaststoffnahrungsmittel sind:

  • Bohnen (z. B. schwarze Bohnen, Nierenbohnen, marineblaue Bohnen)
  • Rosenkohl
  • Getrocknete Feigen
  • Leinsamen
  • Frische Aprikosen
  • Mango
  • Haferkleie-Müsli (gekocht)
  • Haferflocken (gekocht)
  • Orange
  • Pumpernickel

Unlösliche Ballaststoffe helfen, Verstopfung zu lindern

Verstopfung tritt auf, wenn Sie weniger als drei Stuhlgänge pro Woche haben. Der Stuhlgang ist oft hart, trocken und schmerzhaft beim Stuhlgang.

Im Gegensatz zu löslichen Ballaststoffen lösen sich unlösliche Ballaststoffe nicht in Wasser. Stattdessen behält es seine Form bei, verleiht dem Stuhl Volumen und trägt dazu bei, ihn effizienter durch das Verdauungssystem zu transportieren.

Beispiele für Lebensmittel mit unlöslichen Ballaststoffen, die Sie bei Verstopfung essen sollten, sind:

  • Banane
  • Gerste
  • Frischer Apfel (mit Schale)
  • Frische Birne (mit Schale)
  • Grüne Erbsen
  • Gemahlener Leinsamen
  • Okra
  • Himbeeren
  • Süßkartoffel (ohne Schale)
  • Weizenkleie
  • Vollkornnudeln

Wie man mehr Ballaststoffe isst

Erhöhen Sie Ihre Ballaststoffaufnahme langsam – streben Sie eine Woche lang eine zusätzliche Portion täglich an, damit sich Ihr Körper anpassen kann. Wenn Sie Ihrer Ernährung zu schnell zu viele Ballaststoffe hinzufügen, kann dies zu folgenden Symptomen führen:

  • Blähungen
  • Krämpfe
  • Durchfall
  • Gas

Die Flüssigkeitszufuhr ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Erhöhung der Ballaststoffaufnahme. Achten Sie daher darauf, ausreichend Wasser zu trinken. Es hilft Ihnen, Ballaststoffe zu verdauen und Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen.