Unabhängig davon, ob Sie Diabetes haben oder nicht, haben Sie wahrscheinlich schon einmal einen Absturz Ihres Blutzuckerspiegels erlebt: Sie fühlen sich nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit müde oder energielos. Stoffwechselgesunde Menschen produzieren von Natur aus genügend Hormon Insulin, um Blutzuckerschwankungen zu bewältigen. Für Menschen mit Diabetes ist die Erfahrung jedoch anders.
Wir haben unseren Chefarzt, Dr. Sohaib Imtiaz, gebeten, zu erklären, warum sich Blutzuckerspitzen und -abstürze bei Menschen mit Diabetes im Vergleich zu denen ohne diese Erkrankung unterscheiden.
F: Das Internet beschäftigt sich in letzter Zeit stark mit der Idee des „Blutzuckerausgleichs“ und schlägt verschiedene Techniken vor, um Blutzuckerspitzen zu vermeiden, auch für Menschen, die nicht an Diabetes leiden. Wie fühlen sich Blutzuckerspitzen und -abfälle für Menschen mit und ohne Diabetes an? Und sollten gesunde Menschen auf ihre Blutzuckerwerte achten?
Imtaiz:Je nachdem, ob Sie Typ-1- oder Typ-2-Diabetes haben und wie fortgeschritten dieser ist, produziert Ihr Körper einfach kein Insulin. Menschen mit Diabetes benötigen häufig eine Insulintherapie, um Glukoseabstürze und -spitzen zu verhindern. Daher injizieren Sie sich selbst synthetisches Insulin und folgen dabei einem von Ihrem Arzt verordneten Schema.
Wenn Sie Diabetes haben und Ihr Blutzucker zu stark absinkt, treten Symptome wie Schwitzen, Zittern und möglicherweise sogar Ohnmacht auf. Wenn der Blutzuckerspiegel zu hoch wird und Sie nicht genug Insulin haben, um ihn in den Griff zu bekommen, verspüren Sie möglicherweise Durst, Müdigkeit oder Kopfschmerzen.
Stoffwechselgesunde Menschen bemerken ihre Blutzuckerschwankungen normalerweise nicht so stark. Das einzige Mal, dass Sie es bemerken, ist, wenn Sie nach dem Mittagessen einen Energieeinbruch haben, insbesondere nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Ihr Körper reagiert auf einen Anstieg auf natürliche Weise mit der Produktion von Insulin, das zur Senkung Ihres Blutzuckerspiegels beiträgt. Die mit Blutzuckerspitzen verbundenen Risiken sind begrenzt.
Wenn Sie an Diabetes leiden und Ihr Blutzucker im Laufe der Zeit erhöht ist, besteht ein höheres Risiko für Augenerkrankungen, Nierenerkrankungen und diabetischen Fuß. Blutzuckerspitzen und -abfälle sind bei Menschen mit Diabetes mit langfristigen Problemen verbunden, weshalb es so wichtig ist, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.
Wie sich die Blutzuckermuster bei Diabetes unterscheiden
Der Hauptunterschied im Glukosemuster besteht darin, dass Menschen ohne Diabetes einen engeren Glukosebereich haben als Menschen mit dieser Erkrankung.
Das bedeutet, dass Menschen mit Diabetes stärkere Glukosespitzen haben, wodurch ihr Spektrum größer wird. Stoffwechselgesunde Menschen haben eine geringere Reichweite, da sie den ganzen Tag über Insulin produzieren, um ihren Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten.
Nüchternglukosewerte zwischen 80 und 94 mg/dl sind mit den niedrigsten Sterblichkeitsraten verbunden, was darauf hindeutet, dass dieser Bereich ideal für ein langes Leben sein könnte.
Können Sie Blutzuckerspitzen abmildern?
Wenn Sie an Diabetes leiden, kann alles, was Sie tun können, um Glukosespitzen im Laufe der Zeit abzuflachen, dazu beitragen, die Anzahl der Insulindosen oder die Dosierung von Metformin oder anderen Medikamenten, die Sie einnehmen, zu reduzieren. Einige der gleichen Verhaltensweisen, die Sie anwenden, um die Spitzen zu glätten, tragen auch dazu bei, dass Sie insgesamt gesünder sind.
Das Hinzufügen von mehr Ballaststoffen und Proteinen zu Ihrer Ernährung oder das Training durch Kniebeugen oder einen Spaziergang nach einer Mahlzeit sind hilfreich, um den Blutzuckerspiegel in den Griff zu bekommen. Sogar einige Nahrungsergänzungsmittel wie Berberin versprechen niedrigere Glukosewerte.Sie können mit Ihrem Arzt darüber sprechen, es auszuprobieren, um herauszufinden, ob es bei Ihnen funktioniert.
Menschen ohne Diabetes bemerken möglicherweise die Vorteile einer Lebensstiloptimierung durch die Reduzierung von Blutzuckerspitzen. Es besteht die Möglichkeit, eine frühe metabolische Dysregulation zu verhindern, und einige Menschen berichten von positiven kognitiven Vorteilen oder Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit. Aber diese Vorteile sind derzeit noch weitgehend anekdotisch.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
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