Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P 500 Index kann einem Anleger helfen, die durchschnittliche Bewertung von US-amerikanischen Large-Cap-Aktien zu verstehen. Wenn Sie lernen, den Gesamtwert von Aktien anhand des KGV des S&P 500 zu interpretieren, können Sie Einblicke in die zukünftige Entwicklung ihrer Kurse gewinnen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eignet sich auch zum Vergleich der Fundamentaldaten, um Aktien mit angemessenen Preisen von Aktien zu unterscheiden, die möglicherweise überbewertet sind.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Erkenntnisse
- Die Analyse der Bewertung eines breiten Marktindex kann Hinweise auf die zukünftige Entwicklung der Aktienkurse geben.
- Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, auch einfach „KGV“ genannt, des S&P 500 Index kann als allgemeines Barometer zur Bestimmung, ob Aktien oder Aktienfonds fair bewertet sind, verwendet werden.
- Aus der Perspektive der Fundamentalanalyse spiegeln Aktienkurse die Erwartungen wider, sie spiegeln aber auch die Nachfrage nach Aktien als Vermögenswerten wider.
Das durchschnittliche KGV für den S&P 500 Index und wie man es analysiert
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, auch einfach „KGV“ genannt, des S&P 500 Index kann als allgemeines Barometer zur Bestimmung, ob Aktien oder Aktienfonds fair bewertet sind, verwendet werden. Beispielsweise kann ein überdurchschnittliches KGV des S&P 500 darauf hindeuten, dass Aktien im Allgemeinen überbewertet sind und daher kurz vor einem Rückgang stehen. Wenn das KGV des S&P 500 unter seinem historischen Mittelwert liegt, könnte dies ein guter Zeitpunkt für den Kauf von Aktien oder Aktienfonds sein.
Als Referenz: das durchschnittliche KGV für Aktien seit den 1870er Jahrenlag bei etwa 16,8. Wenn Sie den Durchschnittspreis der Large-Cap-Aktien im S&P 500-Index nehmen und diesen Gesamtpreis durch den jeweiligen Durchschnittsgewinn dividieren, erhalten Sie das KGV für das, was Anleger als „Markt“ bezeichnen. Wenn dieses KGV deutlich über dem historischen Mittelwert von 16,8 liegt, kann man vernünftigerweise damit rechnen, dass die Aktienkurse irgendwann fallen. Wenn das KGV unter dem historischen Mittel liegt, können Sie mit steigenden Preisen rechnen.
Das KGV entlarven: Warum es ein trügerischer Indikator sein kann
Die Bewertungen von Aktien können weit vom KGV-Durchschnitt von 16,8 abweichen. Tatsächlich bleibt das KGV oft hinter der wirtschaftlichen Realität zurück. Laut Advisorperspectives.com beispielsweise „1999, wenige Monate vor dem Höhepunkt der Tech-Blase, erreichte das konventionelle KGV 34. Zwei Jahre nach dem Höhepunkt des Marktes erreichte es seinen Höchststand von fast 47.“
Das KGV ist ein Verhältnis (Preis dividiert durch Gewinn). Wenn daher die Gewinne (der Nenner) schneller fallen als die Preise (der Zähler), kann das KGV trügerisch hoch sein und somit das KGV inkonsistent oder möglicherweise zu einem nachlaufenden Indikator machen.
Ein KGV über 16,8 beim S&P 500 Index weist weder auf ein Verkaufssignal hin, noch weist ein KGV unter diesem historischen Durchschnitt auf ein Verkaufssignal hin. Ein umsichtiger Anleger kann jedoch das KGV des S&P als eines von vielen Maßstäben für die Gesundheit des Aktienmarktes verwenden. Das herkömmliche KGV blickt auf die letzten zwölf Monate oder „TTM“ zurück und wir wissen, dass die Vergangenheit keine Garantie für die zukünftige Leistung ist.
KGV und Fundamentalanalyse
Aus der Perspektive der Fundamentalanalyse spiegeln Aktienkurse die Erwartungen wider, sie spiegeln aber auch die Nachfrage nach Aktien als Vermögenswerten wider. Beispielsweise sanken Anfang der 2010er-Jahre die Anleiherenditen, und die Zinsen für US-Staatsanleihen betrugen nahezu Null. Anleger, die auf der Suche nach Erträgen waren, begannen, Dividendenaktien und Dividenden-Investmentfonds zu kaufen.
Der zeitliche Abstand zu den Extremen des Marktrückgangs von 2008 gab den Anlegern stetig Zuversicht, wieder in Aktien einzusteigen, auch wenn die Kurse von Indizes wie dem Dow Jones Industrial Average Anfang 2013 Rekordniveaus erreichten, als das KGV des S&P 500 noch beim historischen Durchschnitt von 15,00 lag.
Die Aktienkurse stiegen 2014 weiter an und Ende 2015 lag das KGV des S&P 500 bei fast 21,00. Ende 2019 befanden sich die Aktien immer noch im längsten Bullenmarkt der Geschichte, und das KGV des S&P 500 lag weiterhin bei etwa 22,00.
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