30 % der Pandemie-Mietprogramme sind beendet, wie eine Studie zeigt

Obwohl Millionen von Haushalten weiterhin Schwierigkeiten haben, ihre Miete zu bezahlen, wurden laut einem neuen Bericht 30 % der Nothilfeprogramme für Mieten, die von Landes- und Kommunalverwaltungen aufgrund der COVID-19-Pandemie geschaffen oder erweitert wurden, bereits eingestellt. 

Von den 438 von der National Low Income Housing Coalition (NLIHC) verfolgten Programmen seien 132 geschlossen worden, teilte die Koalition in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht mit. Und doch sind bis zu 13,9 Millionen Haushalte, die Mietschulden in Höhe von bis zu 18,8 Milliarden US-Dollar haben, von der Zwangsräumung bedroht, so eine Analyse der Daten des Census Bureau von Anfang Oktober durch die Investmentfirma Stout. 

Die Pandemie traf Geringverdiener besonders hart, als sie Anfang des Jahres die Wirtschaft lahmlegte, und die Erholung auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Monaten verlangsamt. Dies und das Ende der zusätzlichen Arbeitslosenversicherung durch die Bundesregierung haben dazu geführt, dass Familien weit über den Zeitrahmen hinaus, den viele Mietbeihilfeprogramme abdecken sollten, mit der Arbeit zurechtkommen müssen, sagte NLIHC. 

Selbst bei voller Auslastung seien die 438 Miethilfsprogramme, die stark auf die Finanzierung durch das CARES-Gesetz angewiesen seien, weit hinter dem Bedarf zurückgeblieben, sagte die Koalition. Die Programme mit leicht verfügbaren Finanzierungsinformationen trugen 3,9 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung bei, ein kleiner Bruchteil der 100 Milliarden US-Dollar, die nach Schätzungen des NLIHC erforderlich wären, um Mieter mit niedrigem Einkommen ein Jahr lang zu unterstützen. 

Während eine Anordnung des Centers for Disease Control (CDC) Vermietern verbietet, durch die Pandemie finanziell geschädigte Mieter zu kündigen, läuft das Moratorium am Ende des Jahres aus, woraufhin Mieter alle überfälligen Mieten zuzüglich Strafen zahlen müssen. Darüber hinaus können Vermieter in der Zwischenzeit noch ein Räumungsverfahren einleiten. Bis Januar 2021 könnten Mieterhaushalte knapp 30 Milliarden US-Dollar an Miete haben, schätzt Stout.