Core-Anleihenfonds bieten Anlegern ein einziges, diversifiziertes Anleihenfondsprodukt mit breitem Engagement im Investment-Grade-Bereich des Anleihenmarkts. Sie ermöglichen die Teilnahme an mehreren Marktsegmenten, insbesondere an US-Staatsanleihen, hypothekenbesicherten Wertpapieren und Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Sie sind außerdem so konzipiert, dass sie in jedem Bereich ein umfassendes Spektrum an Laufzeiten – kurze, mittlere und lange Laufzeiten – bieten. „Core“-Fonds ist ein relativ neuer Begriff – viele Rentenfonds dieser Kategorie haben ihren Namen geändert und das Wort „Core“ aufgenommen.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Erkenntnisse
- Kernanleihenfonds können entweder aktiv sein, was bedeutet, dass ein Manager die Anlagen auswählt, oder passiv sein, was bedeutet, dass der Fonds einen Index nachbildet.
- Das Wort „Core“ hat in diesem Zusammenhang keine feste Bedeutung, daher kann ein von einem Unternehmen ausgegebener Core-Fonds anders aussehen als ein von einem anderen Unternehmen ausgegebener Core-Fonds.
- Core-Anleihenfonds haben in der Regel keine Gewichtung in internationalen oder hochverzinslichen Anleihen und bieten daher möglicherweise nicht die Diversifizierung, die Anleger erwarten.
- Untersuchungen zeigen, dass die teuersten verwalteten Fonds schlechter abschneiden als der Branchendurchschnitt, während die Fonds mit den niedrigsten Gebühren den Durchschnitt übertreffen.
Aktive vs. passive Fonds
Core-Anleihenfonds können entweder aktiv sein, was bedeutet, dass die Manager häufig die Zusammensetzung des Portfolios ändern, um Chancen zu nutzen oder Risiken zu vermeiden, oder passiv sein, was bedeutet, dass sie einen Index nachbilden. Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass aktive Manager versuchen, über dem Durchschnitt liegende Marktergebnisse zu erzielen, während passive Fonds versuchen, die Rendite des entsprechenden Index zu erreichen, also nicht schlechter (oder besser) als der Durchschnitt abzuschneiden. Über die relativen Vor- und Nachteile aktiver und passiver Fonds besteht keine Einigkeit – jede Anlageart hat ihre Befürworter und Kritiker.
Obgleich Rentenindexfonds nicht das Label „Core“ tragen, können sie für viele Anleger eine geeignete Einzelanleihenanlage darstellen. Fonds, die einen Investment-Grade-Anleihenindex wie den Barclays Aggregate Index nachbilden, bieten mehrere Vorteile, darunter eine breite Diversifizierung, niedrige Verwaltungskosten und die Gewissheit, dass der Fonds in einem bestimmten Jahr aufgrund schlechter Entscheidungen eines Managers keine extreme Underperformance erleiden wird. Gleichzeitig können einige Indexfonds jedoch eine höhere Gewichtung von Staatsanleihen und damit eine relativ hohe Sensitivität gegenüber Zinsänderungen aufweisen. Wie bereits erwähnt, ist es per Definition unwahrscheinlich, dass sie besser als der Durchschnitt abschneiden.
Nachteile
Beachten Sie, dass nicht jeder Emittent das Konzept „Kern“ gleich sieht – das Wort hat keine feste oder allgemein vereinbarte Bedeutung. Ein von einem Unternehmen ausgegebener Kernfonds kann ganz anders aussehen als ein von einem anderen Unternehmen ausgegebener Kernfonds. Darüber hinaus können aktive Manager ein breites Spektrum an Ansätzen verfolgen – mit unterschiedlichem Erfolg. Außerdem werden bestimmte Fonds eher einen „Anywhere“-Ansatz verfolgen, der Hochzinsanleihen oder andere Anlagen einbezieht, die nicht in den Investment-Grade-Indizes enthalten sind. Da es innerhalb der Kategorie so große Unterschiede gibt, lohnt es sich, jeden Fonds genau zu untersuchen, um zu sehen, was er hält, wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie er sich bei Marktabschwüngen behauptet hat. Kurz gesagt: Gehen Sie nicht allein aufgrund des Namens davon aus, dass ein Kernanleihenfonds Ihren Zielen entspricht.
Ein weiteres Problem bei Kernfonds besteht darin, dass die meisten keine Gewichtung in internationalen Anleihen, Schwellenländeranleihen oder Hochzinsanleihen haben. Daher bieten Kernanleihenfonds möglicherweise nicht unbedingt das Maß an Diversifizierung, das Anleger erwarten. Da Anlagen in internationalen und Schwellenmarktsegmenten tendenziell weniger Zinsschwankungen ausgesetzt sind als ein typischer Core-Fonds mit erheblichen Beständen an Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, kann ein Core-Fonds einem höheren Zinsrisiko ausgesetzt sein als ein vollständig diversifiziertes Portfolio. Ein Anleger, der eine vollständige Diversifizierung erreichen möchte, kann erwägen, seine Kernfonds durch High-Yield- und/oder internationale Fonds zu ergänzen.
So investieren Sie
Anleger haben die Wahl zwischen Investmentfonds und Exchange Traded Funds (ETFs). Investmentfonds können direkt beim Unternehmen oder über einen Broker erworben werden, während ETFs ein Brokerkonto erfordern. Zwei der größten Core-Anleihen-Investmentfonds sind PIMCO Total Return Fund (Ticker: PPTDX), DoubleLine Total Return Fund (DLTNX), während drei der bekanntesten ETFs Vanguard Total Bond Market ETF (BND) und iShares Core Total U.S. Bond Market ETF (AGG) sowie PIMCO Total Return ETF (BOND) sind. Berücksichtigen Sie wie immer bei einer Investition in einen Fonds oder ETF die Verwaltungsgebühren des jeweiligen Fonds.
Belastbare Untersuchungen in diesem Bereich kommen zu dem Schluss, dass Verwaltungsgebühren ein wesentlicher Faktor für den langfristigen Gewinn sind. Es gibt auch Hinweise darauf, dass ein umgekehrter Zusammenhang zwischen den Verwaltungsgebühren und der Fondsperformance besteht: Die am teuersten verwalteten Fonds schneiden schlechter ab als der Branchendurchschnitt, während die Fonds mit den niedrigsten Gebühren besser abschneiden als der Durchschnitt.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
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