Besteuerung kommunaler Anleihenfonds

Kommunalanleihen sind Schuldtitel, die eine Stadt, ein Landkreis oder ein Staat ausgibt, um Geld für ein Projekt zu sammeln, das einer Gemeinde Gutes bringt. Solche Projekte umfassen häufig die Modernisierung von Wasser- und Abwassersystemen, Straßen und öffentlichen Gebäuden.

Kommunalanleihen können steuerpflichtig oder steuerfrei sein. Letztere kommen deutlich häufiger vor. Es kann sinnvoll sein, diese Vermögenswerte einem steuerpflichtigen Portfolio hinzuzufügen, da ein Teil oder die gesamten Erträge, die sie erwirtschaften, von der Steuer befreit werden können.

Hier erfahren Sie, was Sie über Kommunalanleihen wissen müssen, wie sie besteuert werden und wie sie im Vergleich zu Unternehmensanleihen abschneiden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Kommunalanleihenfonds sind Investmentfonds, die aus Kommunalanleihen bestehen, bei denen es sich um Schuldtitel handelt, die von einer staatlichen Stelle ausgegeben werden.
  • Die Erträge aus Kommunalanleihen sind häufig von der Bundessteuer (und manchmal auch von der Landes- oder Kommunalsteuer) befreit.
  • Die Renditen kommunaler Anleihenfonds können im Vergleich zu denen anderer Unternehmensanleihen niedriger sein. Dieser Minderertrag kann durch die Steuerersparnis ausgeglichen werden.
  • Die steueräquivalente Rendite ist die Vorsteuerrendite, die eine steuerpflichtige Anleihe zahlen muss, um der steuerfreien Rendite einer Kommunalanleihe zu entsprechen.

Was sind Kommunalanleihenfonds?

Im Allgemeinen handelt es sich bei einer Anleihe um eine Schuldverschreibung. Sie leihen einem Unternehmen Geld, das verspricht, es mit Zinsen zurückzuzahlen. Dies können Unternehmen oder staatliche Stellen sein. Kommunalanleihen, auch „Muni“ genannt, sind eine Untergruppe von Anleihen, die von staatlichen Kommunen oder ihren Behörden ausgegeben werden.

Notiz

Wenn Sie in den USA eine Staatsanleihe kaufen, die nicht vom Bundesfinanzministerium stammt, handelt es sich wahrscheinlich um eine Art Kommunalanleihe. Es könnte von einer Landesregierung, einer Stadt, einem Landkreis oder einem öffentlichen Versorgungsunternehmen kommen.

Diese Schuldenverpflichtungen werden verwendet, um Geld zur Finanzierung lokaler Projekte zu sammeln. Sie helfen beispielsweise beim Bau von Schulen, Parks und Autobahnen. Kommunalanleihenfonds sind Investmentfonds, die hauptsächlich in Kommunalanleihen investieren.

Wie werden Kommunalanleihenfonds besteuert?

Kommunalanleihenfonds bieten Anlegern Zinsen, die von der Bundeseinkommensteuer befreit sind.Dieses Einkommen kann auch von den staatlichen und lokalen Steuern befreit sein, wenn Sie im ausstellenden Staat oder in der ausstellenden Stadt wohnen.

Beispielsweise könnte eine New York City-Anleihe dreifach steuerfrei sein.Das bedeutet, dass es von Bundes-, Landes- und Kommunalsteuern befreit sein könnte, wenn der Anleger in New York City lebt und Steuern zahlt. Aus diesem Grund werden Kommunalanleihenfonds oft als „steuerfreie“ oder „steuerbefreite“ Anlagen bezeichnet.

Wer sollte in Kommunalanleihenfonds investieren?

Anleger, die Kommunalanleihenfonds nutzen sollten, sind vor allem diejenigen, die Renditen erzielen möchten, die typischerweise höher sind als die von Geldmarktfonds. Die steuerfreien Einkommensmöglichkeiten könnten für diejenigen besonders attraktiv sein, die sich möglicherweise in einer hohen Steuerklasse befinden und ihre Steuerlast reduzieren möchten.

Notiz

Die Renditen von Kommunalanleihen sind im Vergleich zu anderen Anleihen, beispielsweise von Unternehmen, oft niedriger. Sie können auch höher sein als die vergleichbarer Bundesschatzanleihen. Selbst im Vergleich zu Unternehmensanleihen mit höherer Rendite können die Steuervorteile von Kommunalanleihen manchmal die niedrigeren Renditen ausgleichen.

Ermittlung steueräquivalenter Erträge

Eine Möglichkeit, zu entscheiden, ob ein Kommunalanleihenfonds die richtige Anlage für Sie ist, ist die sogenannte „steueräquivalente Rendite“. Beispielsweise kann eine steuerpflichtige Anleihe, beispielsweise eine Unternehmensanleihe mit einer Rendite von 5 %, auf den ersten Blick für einen Anleger attraktiver erscheinen, der auch die Möglichkeit hat, eine steuerfreie Kommunalanleihe mit einer Rendite von 4 % zu kaufen. Um genauer zu bestimmen, welche Anleihe die beste ist, kann der Anleger die steueräquivalente Rendite berechnen.

Die steueräquivalente Rendite ist die Rendite vor Steuern, die die steuerpflichtige Anleihe zahlen muss, um der steuerfreien Rendite einer Kommunalanleihe zu entsprechen.

Die Berechnung erfolgt aus der Rendite steuerfreier Kommunalanleihen dividiert durch eins abzüglich des Steuersatzes des Anlegers. Hier ist die Berechnung für einen Anleger in der Grenzsteuerklasse von 35 %, wenn die Kommunalanleihe 4 % zahlt:

Steueräquivalente Rendite = 0,04 / (1 – 0,35) = 0,615 oder 6,15 %

Diese Berechnung zeigt, dass die Einkommensteuerersparnis durch die Investition in die steuerfreie Kommunalanleihe einer steuerpflichtigen Anleihe mit einem Ertrag von 6,15 % entspricht. Wenn die steuerpflichtige Anleihe nicht mindestens eine Rendite von 6,15 % bietet, ist die Kommunalanleihe wahrscheinlich das bessere Angebot für diejenigen, die das höchste Einkommen anstreben.

Um auf das Beispielszenario der Wahl zwischen einer 4 %igen Kommunalanleihe und einer 5 %igen Unternehmensanleihe zurückzukommen: Der Anleiheinvestor könnte klug sein, die steuerfreie Kommunalanleihe anstelle der steuerpflichtigen Unternehmensanleihe zu wählen.

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