Das Rückenmark besteht aus grauer und weißer Substanz. Wenn man es im Querschnitt aufschneiden würde, würde man die graue Substanz in Form eines Schmetterlings sehen, umgeben von weißer Substanz. Die graue Substanz besteht überwiegend aus Neuronen (spezialisierte Nervenzellen, die Nachrichten an andere Nervenzellen übertragen) und Gliazellen (die die Neuronenzellen umgeben und isolieren).
Die graue Substanz bildet den Kern des Rückenmarks und besteht aus drei Vorsprüngen, die „Hörner“ genannt werden. Das Horn ist weiter in Segmente (oder Säulen) unterteilt, wobei sich das Hinterhorn hinten befindet, die seitlichen Hörner an den Seiten liegen und das Vorderhorn vorne liegt.
Das Vorderhorn des Rückenmarks (auch Vorderhorn genannt) enthält die Zellkörper von Motoneuronen, die die Skelettmuskulatur beeinflussen.
Motoneuronen verstehen
Wenn Sie sich bewegen, sendet das Gehirn eine Nachricht an die Zellen im Rückenmark. Diese Zellen leiten die Nachricht dann an das periphere Nervensystem weiter , den Teil des Nervensystems, der sich außerhalb von Gehirn und Rückenmark befindet.
Die Bewegung der Skelettmuskulatur ist nur eine der Funktionen, die vom peripheren Nervensystem reguliert werden. Die Nervenzellen, die für die Weiterleitung dieser Botschaft verantwortlich sind, werden Motoneuronen genannt.
Die Nerven, die Nachrichten zwischen dem Gehirn und der Wirbelsäule senden, werden als obere Motoneuronen bezeichnet, und diejenigen, die Nachrichten von der Wirbelsäule an die Muskeln weiterleiten, werden als untere Motoneuronen bezeichnet.
Motoneuronerkrankungen verstehen
Krankheiten, die diese Neuronen selektiv angreifen, werden Motoneuronerkrankungen genannt . Wie der Name schon sagt, beeinträchtigen Motoneuronerkrankungen die Bewegungsfähigkeit einer Person. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) . Andere sind Polio und Kennedy-Krankheit.
Neurologen werden eine körperliche Untersuchung durchführen, um festzustellen, wo im Nervensystem sich die Krankheit befindet. Die Ausprägung der Erkrankungen kann erheblich variieren. Zum Beispiel:
- Erkrankungen, die ausschließlich die oberen Motoneuronen betreffen, führen typischerweise zu einer Erhöhung des Muskeltonus, was die normale Bewegung beeinträchtigt.
- Erkrankungen, die die unteren Motoneuronen betreffen, sind eher durch Muskelschwund (Muskelschwund) und Faszikulationen (kurze, spontane Kontraktionen einer kleinen Anzahl von Muskelfasern) gekennzeichnet.
- Bei einigen Formen der Motoneuronerkrankung, wie z. B. ALS, sind sowohl die Funktionen der oberen als auch der unteren Motoneuronen beeinträchtigt.
Arten von Motoneuronerkrankungen
Motoneuronerkrankungen sind seltene Erkrankungen, die zunehmend Teile des Nervensystems schädigen, die die Bewegung regulieren. Motoneuronerkrankungen können in jedem Alter auftreten und treten am häufigsten bei Menschen über 40 auf. Männer sind häufiger davon betroffen als Frauen.
Es gibt verschiedene Arten von Motoneuronerkrankungen:
- ALS (auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit) ist die häufigste Form der Krankheit. Es betrifft die Muskeln der Arme, Beine, des Mundes und des Atmungssystems. Während die Ursache in den meisten Fällen nicht bekannt ist, stehen etwa 10 Prozent in direktem Zusammenhang mit der familiären Genetik.
- Die progressive Bulbarparese (PBP) betrifft den Hirnstamm und verursacht häufige Erstickungsanfälle sowie Schwierigkeiten beim Sprechen, Essen und Schlucken. Die Ursache von PBP ist unbekannt, es wird jedoch angenommen, dass sie mit der Genetik zusammenhängt.
- Progressive Muskelatrophie (PMA) ist eine Art Motoneuronerkrankung, die nur die unteren Motoneuronen betrifft und langsam, aber fortschreitend zu Muskelschwund (Atrophie) führt.
- Primäre Lateralsklerose (PLS ) ist eine seltene Form der Erkrankung, die nur die unteren Motoneuronen betrifft und zu einer langsam fortschreitenden Steifheit führt. Während PLS nicht tödlich ist, kann PLS die normale Aktivität und die Lebensqualität einer Person beeinträchtigen.
- Spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine vererbte Form der Motoneuronerkrankung, die Kinder betrifft. Es geht mit fortschreitendem Muskelschwund, schlechter Entwicklung und einem Kraftverlust der Atemmuskulatur einher.

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