Differentialdiagnose für Gedächtnisverlust

Ein Wort, das alle unsere Gedanken, Erfahrungen und Eindrücke verbindet, heißt Erinnerung. Die Gedächtnisfunktion hängt vollständig von den geistigen und kognitiven Fähigkeiten des Gehirnsystems ab. Dieser Artikel befasst sich mit der Differentialdiagnose von Gedächtnisverlust.

Die Differentialdiagnose für Gedächtnisverlust

 

Es gibt verschiedene Gründe bzw. Ursachen, die zu einem unfreiwilligen Gedächtnisverlust führen. Hier finden Sie eine detaillierte Differenzialdiagnose zum Gedächtnisverlust.

Gedächtnisverlust aufgrund einer bestimmten Krankheit

Gedächtnisprobleme aufgrund einer medizinischen Erkrankung sind eine wichtige Differenzialdiagnose für Gedächtnisverlust. Wenn der Gedächtnisverlust auf eine Krankheit oder einen bestimmten Mangel zurückzuführen ist, ist er in vielen Fällen behandelbar. Zu den Krankheiten, die zu Gedächtnisverlust führen können, gehören:

  • Schilddrüsenerkrankung
  • Nierenerkrankung
  • Leberprobleme
  • Krebsbehandlungen wie Chemotherapie und Strahlentherapie
  • Gehirnverletzung
  • Hirntumore
  • Depressionen und andere emotionale Probleme
  • Posttraumatische Angst und Stress

Es gibt bestimmte Mängel, die auch zu Gedächtnisverlust führen können, wie z. B. ein Mangel an Vitamin B9, Vitamin B6 und Vitamin B12. In den meisten Fällen ist der Gedächtnisverlust reversibel, wenn die Behandlung beendet oder der Mangel behoben wird.

Delirium

Delir ist eine akute Störung der Gehirnfunktion, eine weitere wichtige Differentialdiagnose für Gedächtnisverlust. Es kann mit jeder körperlichen Erkrankung verbunden sein. Der Unterschied zwischen Gedächtnisverlust und Delir im Vergleich zu anderen Störungen besteht darin, dass die Symptome plötzlicher auftreten. Im Delir zeigt der Patient Symptome von Bewusstlosigkeit zusammen mit verminderter Wahrnehmung oder Klarheit der Umgebung, Halluzinationen, inkohärenter Sprache, gestörtem Schlaf und gestörter körperlicher Aktivität.

Gedächtnisverlust aufgrund des Alterns

Mit zunehmendem Alter lässt auch die Lern- und Erinnerungsfähigkeit eines Menschen nach. Dafür muss kein pathologischer Faktor vorliegen. Darüber hinaus könnte sich dieses Problem bei manchen Menschen verstärken oder zu einer leichten kognitiven Beeinträchtigung bis hin zur Demenz führen. Ein weiterer Grund für altersbedingten Gedächtnisverlust könnte eine emotionale Störung oder Depression sein. Ein älterer Erwachsener fühlt sich oft einsam, nachdem er einen geliebten Menschen verloren hat oder den Job aufgegeben hat. Dies kann zu Depressionen führen, die dazu führen können, dass sie einen leeren Gesichtsausdruck hinterlassen, wenn sie nach einem Ereignis in der nahen Vergangenheit gefragt werden. Dies kann sehr gut mit Speicherproblemen verwechselt werden. Daher handelt es sich auch hier um eine Differentialdiagnose für Gedächtnisverlust. Um altersbedingte Gedächtnisprobleme anzugehen, müssen Einzelpersonen und ihre Familien Optionen für Gedächtnispflegedienste erkunden und spezielle, auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnittene Unterstützung anbieten. Menschen, die unter Gedächtnisverlust leiden, können ihre Lebensqualität erheblich verbessern, indem sie die verfügbaren Optionen in Betracht ziehen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI)

Eine leichte kognitive Beeinträchtigung ist ein Stadium, das zwischen normalem Alter und Demenz liegt. Dabei geht es um Gedächtnis-, Sprach- und Denkprobleme, die größer sind als die normalen altersbedingten Veränderungen. Die Veränderungen sind beobachtbar, beeinträchtigen jedoch nicht die alltäglichen Aktivitäten. Patienten mit MCI haben ein erhöhtes Risiko, eine Demenz zu entwickeln, und können als Differentialdiagnose für Gedächtnisverlust in Betracht gezogen werden.

Demenz

Eine weitere Differentialdiagnose für Gedächtnisverlust ist Demenz. Es ist ein häufiges Problem, das ältere Erwachsene betrifft. In diesem Fall liegt der Grund möglicherweise nicht wirklich im Alter, sondern im Rückgang kognitiver Funktionen wie Sprache, Verhaltensstörungen und Gedächtnis.

Alzheimer-Erkrankung

Die Alzheimer-Krankheit geht mit einem fortschreitenden und erheblichen Rückgang des Gedächtnisses und der Orientierung einher. Auch dies ist eine der wichtigen Differentialdiagnosen für Gedächtnisverlust. Dabei reichert sich eine Proteinart namens Beta-Amyloid in den Neuronen an und macht sie unbrauchbar. Bei dieser Erkrankung hängt der Gedächtnisverlust vom Stadium und der Schwere der Erkrankung ab. In der milden Phase zeigt der Patient erhebliche Gedächtnislücken, z. B. verliert er sich an vertrauten Orten, verliert Gespräche und hat Schwierigkeiten, sich an Daten zu erinnern. Der Patient könnte leichte Symptome von Depression und Feindseligkeit zeigen. Je weiter die Phase voranschreitet, also in der moderaten Phase, desto deutlicher werden die Gedächtnislücken. Der Patient vergisst möglicherweise die jüngsten Ereignisse oder sogar die gerade genannten Namen. Es kann sein, dass sie Probleme beim Kochen oder bei der Körperhygiene haben oder sogar verloren gehen. Im fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer-Krankheit wird der Patient völlig abhängig. Sie können seine Familienmitglieder, Freunde und nahen Verwandten nicht erkennen.

Nachdem Sie nun die Differenzialdiagnose für Gedächtnisverlust kennen, lohnt es sich, dem Arzt eine gründliche Anamnese und medizinische Details mitzuteilen. Die Erörterung dieser Erkrankungen kann dazu beitragen, die mögliche zugrunde liegende Ursache des Gedächtnisverlusts einzugrenzen, auf deren Grundlage geeignete Untersuchungen für eine bestätigte Diagnose geplant werden können.

Verweise:

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