Wie häufig ist Orchitis oder handelt es sich um eine seltene Krankheit?

Orchitis ist häufig eine Erkrankung, die auf eine Entzündung oder Schwellung eines oder beider Hoden zurückzuführen ist. Mehrere Fälle von Orchitis werden durch das Mumpsvirus verursacht, wenn die Personen nicht ordnungsgemäß geimpft sind. Bestimmte Erkrankungen treten jedoch als Folge anderer Infektionen wie Prostatitis , Nebenhoden oder sexuell übertragbarer Krankheiten wie Gonorrhoe oder Chlamydien auf.

Dabei treten langsam Schmerzen und Entzündungen auf der betroffenen Seite des Hodensacks auf. Die Therapie umfasst eine schnelle empirische Antibiotikabehandlung, eine Anhebung des Hodensacks und eine nichtsteroidale entzündungshemmende Behandlung, um Abszesswachstum und mögliche Unfruchtbarkeit zu verhindern.

Epididymoorchitis ist eine Infektion des Nebenhodens, die im Allgemeinen mit Erkrankungen des Urogenitaltrakts einhergeht. Orchitis gelangt typischerweise über den Blutkreislauf zum Hoden. Viren verursachen häufig Infektionen. Eine Behandlung mit Antibiotika heilt die Krankheit normalerweise. Eine vollständige Genesung ist üblich. Komplikationen sind selten.

Bei einer Epididymitis handelt es sich um eine medizinische Diagnose, eine Hodentorsion muss jedoch mittels Ultraschall weggelassen werden, da sie ein ähnliches Ergebnis hat und ein medizinisches Trauma darstellt. Die Behandlung umfasst eine schnelle empirische antivirale Behandlung, eine Hodensackhochlagerung und eine nichtsteroidale entzündungshemmende Behandlung, um Schwellungswachstum und mögliche Unfruchtbarkeit zu vermeiden.

Sie kann in jeder Lebensphase auftreten und gilt als häufigste Ursache einer Epididymo-Orchitis bei Männern über 30 Jahren. Dies liegt daran, dass mit zunehmendem Alter eine einseitige Blockade des Urinabflusses aufgrund einer vergrößerten Prostata oder einer Verdünnung der Harnröhre häufiger auftritt. 1,2

Sexuell übertragbare Infektion – eine häufige Ursache für Orchitis

STI ist die häufigste Ursache für Nebenhoden bei jungen Erwachsenen, birgt jedoch bei jedem sexuell aktiven Mann ein höheres Risiko.

Mumps: Das Virus, das Mumps verursacht, wird am häufigsten als Ursache für Orchitis bei erwachsenen Männern angesehen. Mumps-assoziierte Orchitis führt zu starken Schmerzen, Schwellungen und Druckempfindlichkeit an der betroffenen Stelle und geht oft mit hohem Fieber, Übelkeit und Erschöpfung einher. Es handelt sich um eine virale Kinderkrankheit, die in den Vereinigten Staaten aufgrund wirksamer Impfprogramme selten vorkommt.

Harnwegsinfektion: Einige Männer haben in der Vergangenheit Harnwegsinfekte oder Prostatainfektionen. Bei diesen Personen wird die Orchitis typischerweise durch Darmbakterien ausgelöst, die sich an der infizierten Stelle vermehrt haben. Bei der Geburt bestehende Harnwegsinfektionen und wiederholte Harnwegsinfekte sind oft ein häufiger Auslöser einer Orchitis. 3,4

Ist Epididymo-Orchitis eine seltene Erkrankung?

Mumps-Orchitis ist eine relativ milde, kurzfristige Virusinfektion der Speicheldrüsen, die normalerweise im Kindesalter auftritt. Meningitis/Enzephalitis ist ein bekanntes Problem bei Mumps, Erkrankungen des Hodens sind jedoch bei heranwachsenden Kindern und erwachsenen Männern selten. Sie manifestiert sich einige Tage nach dem Auftreten der Ohrspeicheldrüsenschwellung, kann ihr aber gelegentlich vorausgehen und selten auch ohne die Ohrspeicheldrüsenschwellung auftreten.

Mumps-Orchitis geht selten einer Unfruchtbarkeit voraus, kann jedoch zu Subfertilität führen. In bestimmten Fällen kann es zu Oligospermie (einem männlichen Fruchtbarkeitsproblem, das durch eine niedrige Spermienzahl gekennzeichnet ist), Azoospermie (einem medizinischen Zustand eines Mannes, dessen Samen keine Spermien enthält) und Asthenospermie (der medizinischen Bezeichnung für verminderte Spermienmotilität) führen.

Gelegentliche Ursachen

Andere Virusinfektionen sind seltene Ursachen einer Epididymo-Orchitis. Infektionen aus verschiedenen Teilen des Körpers können selten im Plasma bis zu den Hoden zirkulieren, wie etwa Tuberkulose (TB) und bakterielle Infektionen durch Brucella -Bakterien. Dies geschieht in der Regel bei Menschen, die ein Problem mit ihrem Immunsystem haben (z. B. Menschen mit AIDS).

Schistosomiasis ist eine chronische parasitäre Erkrankung, die eine Nebenhodenentzündung auslöst. Bei Männern mit einer entzündlichen Erkrankung kann es zu gereizten Hoden kommen, die zu einer nichtinfektiösen Nebenhodenentzündung führen können. Schäden am Hodensack können eine Infektion der Orchitis und des Hodens auslösen.

Das männliche Fortpflanzungssystem kann durch chronische bilaterale Orchitis beeinträchtigt sein und männliche Unfruchtbarkeit kann das einzige klinische Anzeichen sein. 5

Verweise:

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