Gehört die oppositionelle Defiant-Störung zum Autismus-Spektrum und ist sie eine Behinderung?

Die oppositionelle Trotzstörung ist eine Verhaltensstörung, die meist bei kleinen Kindern auftritt. Es äußert sich durch unauffälliges wütendes, negatives und trotziges Verhalten des Kindes gegenüber Eltern, Autoritätspersonen und auch Gleichaltrigen. Die Störung ist eines der häufigsten psychischen Probleme im Kindesalter; Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. (1)

Diese Verhaltensstörung tritt bei 1–16 % der Kinder im schulpflichtigen Alter auf. Es ist jedoch wichtig zu unterscheiden: ob die Symptome tatsächlich belastend sind oder ob sie nur vorübergehend auftreten; zum Beispiel, wenn das Kind hungrig oder müde und erschöpft ist.

Es ist normal, dass Kinder im Alter zwischen 2 und 3 Jahren ein solches Verhalten für kurze Zeit zeigen. Ein ernstes Problem entsteht also erst dann, wenn sich diese herausfordernde und rebellische Haltung immer häufiger wiederholt. Es ist auch wichtig zu beachten, ob sich dieses trotzige Verhalten auf den Lernprozess, den Unterricht oder die Beziehungen zu den Klassenkameraden auswirkt. (1)(2)

Gehört die oppositionelle Trotzstörung zum Autismus-Spektrum?

ODD oder oppositionelle Trotzstörung ist ein Verhaltensproblem und wird hauptsächlich im Kindesalter diagnostiziert. Kinder mit oppositioneller Trotzstörung sind trotzig, nicht hilfsbereit und feindselig gegenüber ihren Freunden, Lehrern, Eltern und anderen Erwachsenen mit Autoritäten. Sie machen sich mehr Sorgen um andere als um sich selbst.

Ein großer Teil der Kinder mit Autismus Spektrum-Störung zeigt Symptome einer oppositionellen Trotzstörung, die durch feindseliges und provokatives Verhalten gegenüber Erwachsenen gekennzeichnet sind.

Bei ASD sind Symptome einer oppositionellen Trotzstörung häufig, es ist jedoch wenig darüber bekannt. Zu den Funktionen der oppositionellen Trotzstörung gehören Symptome von Wut und Aufregung, kontroverses und provokatives Verhalten sowie Rache. Dies basiert auf den Erkenntnissen der nicht-autistischen Bevölkerung, und jede dieser gegensätzlichen Dimensionen weist eine einzigartige Konstellation auf, die mit interner und externer Psychopathologie verbunden ist. Es ist wichtig, diese Probleme als separate Strukturen zu bewerten. (2)(3)

Ist die oppositionelle Defiant-Störung eine Form der Behinderung?

Die oppositionelle Trotzstörung ist eine psychische Störung, die normalerweise Teenager betrifft. Wenn Ihr Kind an einer oppositionellen Trotzstörung leidet und Auswirkungen auf seinen Beruf hat, hat es möglicherweise Anspruch auf Behindertenhilfe aus verschiedenen Programmen.

Oppositionelle Trotzstörung Kinder empfinden ihr Verhalten nicht als provokativ, wenn von ihnen normales Verhalten verlangt wird; Sie haben das Gefühl, dass andere unangemessene Anforderungen an sie gestellt haben. Manche Kinder leiden unter einer oppositionellen Trotzstörung, weil sie unter Wut und Reizbarkeit leiden, aber manchmal fühlen sie sich auch frustriert und steif. Diese Kinder haben möglicherweise nicht absichtlich eine verletzende Haltung. (3)(4)

Die Ursachen für den Widerstand der Opposition sind unbekannt. Auch die Symptome lassen sich nicht immer eindeutig der psychischen Störung zuordnen, da auch gesunde Kinder aggressiv und trotzig reagieren können, wenn sie müde, aufgeregt oder hungrig sind. Tritt das auffällige Verhalten jedoch ohne ersichtlichen Grund häufiger auf, ist ein Besuch beim Kinderpsychologen anzuraten. Zu den typischen Krankheitszeichen gehören übermäßiges Streiten und Infragestellen von Regeln gegenüber den Eltern, die Weigerung, Regeln zu akzeptieren und zu befolgen, häufige Wutausbrüche sowie eine scharfe und aggressive Sprechweise. Kinder, die unter oppositionellem Trotz leiden, geben oft anderen die Schuld für ihre eigenen Fehler, verärgern andere sehr oft und rächen sich sofort, wenn sie verärgert sind.

Trotziges Verhalten mit einem Muster wiederkehrenden negativen, trotzigen, ungehorsamen und feindseligen Verhaltens gegenüber Autoritätspersonen, das mindestens sechs Monate anhält, kann auf eine oppositionelle Trotzstörung zurückzuführen sein. Die Störung ist durch das häufige Auftreten von mindestens vier der folgenden Verhaltensweisen gekennzeichnet:

  • Die Betroffenen werden schnell wütend
  • Streiten Sie mit Erwachsenen, widersetzen Sie sich aktiv den Anweisungen oder Regeln von Erwachsenen oder verweigern Sie deren Befolgung
  • Das Kind ärgert andere bewusst oder gibt anderen die Schuld für eigene Fehler oder Fehlverhalten, kann den individuellen Anteil an Problemverhalten oder Konflikten nicht erkennen
  • Sie sind gereizt oder lassen sich leicht von anderen irritieren, sind wütend und beleidigt oder böswillig und nachtragend
  • Die Diagnose einer oppositionellen Trotzstörung wird insbesondere im Zusammenhang mit ADHS- Kindern häufig gestellt. Es ist wichtig, ein umgangssprachliches Verständnis feindseligen Verhaltens von den Kriterien der Kinder- und Jugendpsychiatrie abzugrenzen.
  • Für eine klinische Diagnose muss ein schwerwiegendes Problemverhalten vor dem 9. bis 10. Lebensjahr (also vor Beginn der Pubertät ) vorliegen. (5)

Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für die oppositionelle Defiant-Störung

Besteht der Verdacht, dass ein Kind unter oppositionellem Trotz leidet, führt der Psychologe intensive Befragungen des Verhaltens des Kindes durch. Er beobachtet das Kind über einen längeren Zeitraum und führt psychologische Tests durch. Zur Behandlung stehen Einzeltherapien oder Familientherapien zur Verfügung. Eine weitere Option ist die Peer-Gruppentherapie, die auf die Entwicklung zwischenmenschlicher und sozialer Fähigkeiten spezialisiert ist. (6)

Verweise:

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