Kann das Horner-Syndrom beide Augen betreffen und kann Diabetes das Horner-Syndrom verursachen?

Das Horner-Syndrom ist eine Mischung aus Symptomen, die durch eine Störung der Nervenbahn vom Gehirn zum Gesicht verursacht werden. Die häufigsten Anzeichen oder Symptome treten am Auge auf. Es ist eine ziemlich seltene Erkrankung. Das Horner-Syndrom kann Menschen jeden Alters betreffen. (1)

 

Kann das Horner-Syndrom beide Augen betreffen?

Das Horner-Syndrom betrifft oft nur ein Auge oder eine Gesichtshälfte. Es ist jedoch möglich, dass beide Augen gleichzeitig betroffen sind, was als bilaterales Horner-Syndrom bezeichnet wird.

Wenn die Erkrankung einseitig und mit dem normalen Auge vergleichbar ist, ist die Identifizierung des Horner-Syndroms aufgrund des Vorliegens eines sympathischen Augendefekts einfach. Es ist jedoch schwierig, sympathische bilaterale Defekte zu erkennen, da die primären Anzeichen sympathischer Nerven Erschlaffung, Pupillenerweiterung, verzögerte Wiederausdehnung (Dilatation) und eine verminderte Reaktion auf Kokain-Augentropfen sind. Das Erkennen dieser Anzeichen kann nicht nur klinisch schwierig sein, da sie möglicherweise auch völlig fehlen. In dieser Hinsicht ist der diagnostische Wert der Pupillengröße nur gering, da nur etwa ein Drittel der Patienten mit einseitigem Horner-Syndrom einen Pupillendurchmesser haben, der kleiner ist als im Normalbereich erwartet, obwohl sie immer kleiner als das normale Auge sind. (2)

Kann Diabetes das Horner-Syndrom verursachen?

Untersuchungen an Hunden zufolge entwickeln Diabetiker 20,4-mal häufiger eine Optikusneuropathie als Diabetiker. Bei Patienten mit Diabetes ist die Wahrscheinlichkeit, ein Horner-Syndrom zu entwickeln, 86,3-mal höher als bei Menschen ohne Diabetes . (3)(4)

Ursachen

Einige der Nervenfasern, die die Augen mit dem Gehirn verbinden, machen einen Umweg. Sie verlaufen vom Gehirn entlang des Rückenmarks. Sie entspringen dem Rückenmark auf Höhe der Brust und verlaufen dann bis zum Hals, durch den Schädel und zum Auge, neben der Halsschlagader. Wenn diese Nervenfasern irgendwo auf ihrem Weg unterbrochen werden, kommt es zum Horner-Syndrom.

Das Horner-Syndrom kann allein oder als Folge einer anderen Erkrankung auftreten. Die Ursache kann eine Störung im Nacken oder Rückenmark, aber auch im Kopf oder Gehirn sein, wie z. B. folgende:

  • Lungenkrebs
  • Andere Tumoren
  • Geschwollene, druckempfindliche Halslymphknoten (zervikale Adenopathie)
  • Aortendissektion oder Karotisdissektion (ein Riss in der Arterienwand)
  • Brustaortenaneurysma (eine Ausbuchtung in der Aortenwand)

Verletzung

Das Horner-Syndrom kann angeboren sein. (2)

Symptome

Das Horner-Syndrom befällt das Auge auf der Seite, auf der die geschädigten Nervenfasern liegen.

Zu den Symptomen gehören ein herabhängendes Oberlid (Ptosis) und eine verengte Pupille (Miosis). Bei einigen Patienten beeinträchtigt die verengte Pupille das Sehvermögen im Dunkeln. Die meisten Betroffenen bemerken keine Veränderung ihres Sehvermögens.

Die betroffene Gesichtshälfte kann weniger oder gar nicht schwitzen und in seltenen Fällen gerötet sein.

Bei der angeborenen Manifestation bleibt die Iris des betroffenen Auges wie zum Zeitpunkt der Geburt blaugrau. (5)

Diagnose

Augentropfentest

Magnetresonanztomographie oder Computertomographie

Aufgrund der Symptome wird ein Horner-Syndrom vermutet.

Zur Sicherung der Diagnose „Horner-Syndrom“ und zur Abklärung des Problems führt der Arzt eine zweiteilige Untersuchung durch:

Zunächst werden in beide Augen Augentropfen verabreicht, die geringe Mengen Kokain oder ein anderes Arzneimittel (Apraclonidin) enthalten.

Wenn ein Horner-Syndrom wahrscheinlich ist, wird 48 Stunden später eine zweite Untersuchung durchgeführt. Der Arzt gibt Cathin Tropfen in beide Augen.

Anhand der Reaktion der Schüler kann festgestellt werden, ob ein Horner-Syndrom wahrscheinlich ist und wo das Problem liegt.

Zur Abklärung, ob Tumore oder andere schwerwiegende Erkrankungen vorliegen, die zu einer Unterbrechung der Nervenfasern zwischen Gehirn und Auge führen können, wird häufig eine Magnetresonanztomographie ( MRT) oder Computertomographie (CT) des Gehirns, des Rückenmarks, der Brust oder des Halses verordnet. (5)

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Bei Verdacht auf ein Horner-Syndrom muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Typische Warnzeichen, die abgeklärt werden müssen, sind verengte Pupillen und ein eingesunkener Augapfel, oft verbunden mit Sehstörungen, Schmerzen im Augenbereich und übermäßigem Schwitzen. Wenn diese Symptome auftreten, liegt höchstwahrscheinlich ein schwerwiegender medizinischer Zustand vor, der untersucht und gegebenenfalls behandelt werden muss. Nicht immer handelt es sich um das Horner-Syndrom, dennoch ist immer eine ärztliche Abklärung notwendig.

Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beschwerden scheinbar unbegründet erscheinen und über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Besonders anfällig für die Entwicklung des Horner-Syndroms sind Menschen, die in der Vergangenheit einen Gehirntumor hatten. Auch Nervenerkrankungen und Syringomyelie kommen als mögliche Ursachen des Syndroms in Frage. Wenn Sie zu diesen Risikogruppen zählen, sprechen Sie am besten mit dem zuständigen Arzt. Neben dem Hausarzt kann auch ein Augenarzt oder ein Neurologe hinzugezogen werden. Im Falle eines medizinischen Notfalls ist eine notfallmedizinische Behandlung erforderlich. (2)

Behandlung

Wenn eine Ursache identifiziert werden kann, wird diese behandelt. Es gibt keine spezifische Behandlung für das Horner-Syndrom. Eine Behandlung ist oft unnötig, da das Herabhängen des Augenlids minimal ist.