Was passiert bei unbehandelter Neurodermitis und wann sollte man zum Arzt gehen?

Neurodermitis ist eine chronische und juckende Hauterkrankung. Es ist auch als Lichen simplex chronicus bekannt. Das erste Symptom dieser Krankheit ist ein Juckreiz an einer Stelle der Haut, der sich mit der Zeit verschlimmert und der Drang zum Kratzen immer stärker wird. Dies ist keine schwerwiegende Erkrankung, aber aufgrund des übermäßigen Juckreizes kann der Patient nachts unter Schlafstörungen leiden. Neurodermitis ist nicht heilbar und bleibt ein Leben lang bestehen, wenn man einmal darunter leidet. Durch den Juckreiz wird die Haut dick und lederartig. Es gibt einige Medikamente und topische Cremes, die Ihnen helfen können, den Juckreiz zu kontrollieren und Entzündungen auf der Haut zu reduzieren. (1)

 

Was passiert bei unbehandelter Neurodermitis und wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine unbehandelte Neurodermitis bzw. jede Art von Dermatitis kann unbehandelt zu folgenden Komplikationen führen:

Bakterielle Infektionen der Haut: Wenn Sie an Ekzemen oder Dermatitis leiden, besteht ein höheres Risiko, eine Infektion durch einen Organismus namens Staphylococcus aureus zu entwickeln. Es handelt sich um Bakterien, die auf entzündeter oder gebrochener Haut wachsen. Wenn Sie Symptome wie Schmerzen oder Schwellungen der Haut, Austritt von etwas Flüssigkeit aus der Hautläsion, Bildung einer gelben Schicht über der Hautläsion oder Fieber bemerken, leiden Sie möglicherweise an einer bakteriellen Infektion durch Staphylococcus aureus und müssen sich sofort an einen Arzt wenden Fachmann.

Pilzinfektionen auf der Haut: Menschen mit Dermatitis oder Ekzemen neigen dazu, eine Pilzinfektion durch Hefepilze wie Candida zu entwickeln. Candida wächst auf feuchter und warmer Haut. Die Symptome einer Candida-Infektion sind Hautschuppung, Hautrötung, Blasenbildung auf der Haut, wunde Haut und rissige Haut. Die mögliche Infektion kann auch an anderen Stellen im Körper vorhanden sein, beispielsweise im Mund.

Herpes-simplex-Infektion: Menschen, die an Dermatitis oder Ekzemen jeglicher Art leiden, haben eine eher geringe Resistenz gegen das Virus namens Herpes-simplex. Herpes simplex ist das Virus, das für die Entstehung von Fieberbläschen verantwortlich ist. Die Symptome einer Herpes-simplex-Virus-Infektion sind schmerzhafte Ekzeme, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen und Fieber. Wenn Sie unter Neurodermitis leiden, sollten Sie sich unbedingt von Menschen mit Fieberbläschen fernhalten, um einer Ansteckung vorzubeugen.

Erythrodermie: Erythrodermie wird auch als exfoliative Dermatitis bezeichnet. Auch hierbei handelt es sich um eine Art entzündliche Hauterkrankung. Bleibt eine Neurodermitis unbehandelt, verschlimmert sich die Erythrodermie und ihr Schweregrad nimmt zu.

Wann zum Arzt gehen?

Wenn Sie Symptome einer Neurodermitis wie starken Juckreiz und eine Verdickung der Haut oder Hautschuppung bemerken, müssen Sie für die Behandlung unbedingt einen Hautarzt aufsuchen. Wenn Sie Symptome feststellen, die auf eine Komplikation hinweisen, müssen Sie sofort einen Dermatologen kontaktieren. Wenn Sie unter starkem Juckreiz leiden und die Intensität des Juckreizes so stark ist, dass Sie nachts nicht schlafen können, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. (2)

Heilmittel gegen Neurodermitis

Bedecken Sie die Haut bei kaltem Klima: Bei kaltem Klima trocknet die Haut aus und es kommt zu Ekzemen, die bei Neurodermitis auftreten. Um dies zu verhindern, müssen Sie Ihre Haut gut abdecken, damit sie nicht austrocknet.

Halten Sie sich von Hitze fern: Durch Hitze kommt es zu einer Austrocknung der Haut, was den Juckreiz noch verschlimmern kann. Stellen Sie daher sicher, dass Sie sich von Hitze fernhalten. Sitzen Sie nicht in der Nähe von Feuer oder anderen Wärmequellen.

Verwenden Sie sanfte Seifen: Sie dürfen keine scharfen Seifen verwenden, da diese schädliche Chemikalien enthalten, die Ihre Haut austrocknen können. Sie müssen sanfte Seifen verwenden, die keinen weiteren Schaum erzeugen. Vermeiden Sie außerdem Produkte wie Peelings, die raue Partikel enthalten, die Ihre Haut reizen können.

Nehmen Sie das richtige Bad: Es ist notwendig, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, daher ist das Baden für Menschen mit Neurodermitis sehr wichtig. Bei manchen Menschen kann das Baden die Hautläsionen aus verschiedenen Gründen verschlimmern, z. B. durch die Verwendung scharfer Seifen, die Verwendung von zu heißem oder zu kaltem Wasser zum Baden und die unzureichende Befeuchtung der Haut nach dem Bad. Durch langes Duschen können die natürlichen Öle und die natürliche Feuchtigkeit, die der Körper produziert, weggespült werden. Sie sollten daher auf längeres Baden verzichten. Sie müssen länger als 10-15 Minuten baden. Sie müssen darauf achten, dass Sie Ihre Haut innerhalb von 3 Minuten nach dem Duschen mit Feuchtigkeit versorgen. (3)

Abschluss

Wenn Neurodermitis unbehandelt bleibt, kann es zu zahlreichen Komplikationen kommen, wie z. B. einer bakteriellen Infektion mit dem Bakterium Staphylococcus aureus, einer Pilzinfektion mit Candida, einer Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus, das Fieberbläschen verursacht, und es könnte zu einer Verschlechterung anderer Hauterkrankungen wie Erythrodermie kommen.

Wenn Sie Symptome einer Neurodermitis wie starken Juckreiz, Verdickung der Haut usw. bemerken, müssen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie bereits an Neurodermitis leiden, müssen Sie unbedingt zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden nicht gelindert werden und wenn bei Ihnen neue Symptome auftreten, die auf eine der oben genannten Komplikationen hinweisen.

Verweise: 

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