Was ist Spastik oder Muskelsteifheit bei Multipler Sklerose?
Muskelsteifheit und Krämpfe gehören zu den häufigsten Symptomen von Multipler Sklerose (MS) und werden oft als „Spastik“ beschrieben. Etwa jeder fünfte Mensch ist einmal davon betroffen. 1 Spastik ist ein Begriff, der sich auf Steifheitsgefühle und eine Vielzahl unwillkürlicher Muskelkrämpfe bezieht. Es kann an allen Gliedmaßen auftreten, kommt aber viel häufiger an den Beinen vor. 2
Sie entstehen durch eine Nervenschädigung, die die Signale zwischen Gehirn und Muskel stört und dazu führt, dass der Muskel in einem kontrahierten Zustand bleibt und dadurch angespannt oder steif wird. Diese Muskelsteifheit führt zu einer schwierigen Muskelbewegung. Der häufigste Ursprungsort dieser Muskelkrämpfe sind Beine, Arme, Rücken und Rumpf. 3 Spastik kann entweder dazu führen, dass die Muskelsteifheit nicht verschwindet, oder sie kann Bewegungen verursachen, die Sie nicht kontrollieren können. Sie spüren eine Anspannung der Muskulatur, manchmal begleitet von starken Schmerzen. Spastik kann auch zu Verspannungen oder Schmerzen in den Gelenken und im unteren Rückenbereich führen. Muskelkrämpfe bei MS können auch mit Schwäche und wiederholten, unwillkürlichen Auf- und Abbewegungen eines Muskels (bekannt als Klonus) einhergehen. Der häufigste Klonus bei MS ist die Klopfbewegung des Fußes auf dem Boden. 4
Ein Ungleichgewicht der elektrischen Signale aus Gehirn und Rückenmark führt zu Spastik, häufig dann, wenn Multiple Sklerose die Nerven in diesem Bereich geschädigt hat. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass sich Ihre Muskeln von selbst zusammenziehen und dadurch angespannt und angespannt werden. Die Spastik kann sich bei extremen Wetterbedingungen (zu heiß oder zu kalt), bei einer Infektion oder beim Tragen eng anliegender Kleidung verschlimmern. 4
Muskelkrämpfe gibt es je nach betroffenem Muskeltyp in unterschiedlicher Form. Dabei handelt es sich um Beugekrämpfe, Streckkrämpfe, Adduktorenkrämpfe und Rücken-/Rumpfkrämpfe.
Beugerspasmen führen dazu, dass sich ein Glied beugt, Streckspasmen führen dazu, dass ein Glied gestreckt wird, Adduktorenspasmen führen dazu, dass ein Glied nach innen zeigt, und Rücken-/Rumpfspasmen führen dazu, dass sich der Rücken vom Stuhl weg wölbt. 3
Muskelkrämpfe können von geringfügigen Unannehmlichkeiten bis hin zu Problemen reichen, die das tägliche Leben und Aktivitäten unangenehm, schmerzhaft und schwierig machen. Wenn beispielsweise die Beinmuskulatur schwach ist, kann eine gewisse Steifheit dazu beitragen, dass die Beine beim Gehen und Stehen steif und stabil bleiben. In solchen Fällen ist es besser, die Situation zu überwachen, um weitere Komplikationen zu verhindern, als zu versuchen, die Steifheit vollständig zu beseitigen. Starke Steifheit oder häufige Krämpfe können Ihre Beweglichkeit beeinträchtigen und erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben. Extrem starke Krämpfe führen zu starken Ruckbewegungen im Körper, sodass sich die Gliedmaßen mit erheblicher Kraft bewegen oder in unbequemen Positionen gehalten werden.
Besonders nachts bereiten Krämpfe manchmal besondere Probleme. Die dadurch verursachten Zuckungen am Körper, oft auch an den Beinen, können Sie oder Ihren Partner mehrmals pro Nacht aufwecken. Nachts nicht gut zu schlafen kann das Leben mit MS erschweren und möglicherweise andere Symptome (wie Müdigkeit und Schwäche) verschlimmern. 4
Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn:
- Sie haben Sehstörungen wie Schwellungen, Rötungen oder Hautverfärbungen.
- Sie leiden unter anhaltenden, starken Schmerzen, die Ihren Schlaf und Ihr Alltagsleben beeinträchtigen.
- Ihre Muskelkrämpfe gehen mit Fieber, Übelkeit und Erbrechen einher .
- Sie verspüren ein Brennen und Kribbeln am Bein. 5
Auch wenn Ihre Krämpfe oder Steifheit für Sie kein großes Problem darstellen, ist es eine gute Idee, Ihren Arzt auf das Problem aufmerksam zu machen, damit Sie geeignete Wege zur Behandlung finden und spätere Komplikationen vermeiden können. 1
Verweise:
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- Was ist Spastik? Seine Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
- Muskelspastik: Ursachen, Auslöser, Symptome, Diagnose und Behandlung

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