Was ist der Unterschied zwischen Hospiz- und Palliativpflege?

F: Sind Hospiz- und Palliativpflege dasselbe?

A: Das Leben mit einer schweren Krankheit kann überwältigend sein. Deshalb ist es wichtig, Ihre Möglichkeiten für zusätzliche Unterstützung zu kennen. Sowohl Hospiz- als auch Palliativpflege bieten Pflege mit dem Ziel, die Lebensqualität zu verbessern.

Palliativpflege wird oft mit Hospizarbeit verwechselt. Beide Arten der Pflege lindern die Symptome, die eine schwere Krankheit mit sich bringen kann – Schmerzen, Müdigkeit, Depressionen und mehr.

Der Unterschied liegt im Gesamtansatz der Pflege. Sie können bei einer schweren Erkrankung mit der Palliativversorgung beginnen und gleichzeitig eine heilende oder lebensverlängernde Behandlung erhalten. Palliativspezialisten arbeiten mit anderen Fachärzten als zusätzliche Unterstützung zusammen, damit es Ihnen so gut wie möglich geht.

Im Gegensatz dazu ist ein Hospiz eine Komfortpflege, wenn eine lebensverlängernde Pflege nicht mehr sinnvoll oder erwünscht ist. Hospiz ist eine interdisziplinäre Betreuung durch Ärzte, Krankenpfleger, Sozialarbeiter und Seelsorger, um Menschen und ihre Familien am Lebensende zu unterstützen.

Palliativpflege – ursprünglich zur Unterstützung von Krebspatienten entwickelt – wird heute zur Unterstützung von Menschen mit einer Vielzahl von Krankheiten, einschließlich Herzinsuffizienz, eingesetzt. Untersuchungen zeigen, dass Palliativpflege sogar das Leben verlängern kann.

Ebenso kann jede Person, die in die letzte Lebensphase eintritt, Hospizpflege erhalten, wo immer sie sich befindet, sei es zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder sogar in spezialisierten Hospizeinrichtungen.

Beide Arten der Pflege verbessern die Lebensqualität der betroffenen Person und bieten den Pflegekräften emotionale und praktische Unterstützung. Nur weil Sie oder Ihre Angehörigen mit einer chronischen Krankheit zu kämpfen haben, heißt das nicht, dass Sie mit Unwohlsein, Schmerzen oder Ängsten leben müssen.

— Palliativmediziner Kyle Neale, DO.