Schmutziges Geheimnis: Ihr Uhrenarmband beherbergt wahrscheinlich Bakterien

Smartwatches bieten viele nützliche Informationen. Dieses kleine Gerät an Ihrem Handgelenk kann beispielsweise Ihre Herzfrequenz und Ihre Schlafstunden aufzeichnen. Es protokolliert wahrscheinlich Ihre Fitnessaktivitäten und zählt auch Ihre Schritte.

Aber eine Sache verrät Ihnen Ihre Uhr nicht: den Grobheitsgrad ihres Armbands.

In einer kleinen Studie wurden Bakterien wie Staphylococcus und E. coli auf satten 95 % der getesteten Uhrenarmbänder gefunden. Sie bieten im Grunde einen Lebensraum für potenziell schädliche Keime. (Ziemlich eklig, oder?)

Glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung für dieses Problem. Erfahren Sie mehr vom Familienmediziner Daniel Allan, MD.

Die schmutzige Wahrheit über Uhrenarmbänder

Die Welt ist ein keimreicher Ort. Unter uns leben Millionen (wenn nicht Milliarden) verschiedener Bakterienarten. Wenn Sie also Ihren täglichen Aktivitäten nachgehen, werden Sie mit einigen von ihnen in Kontakt kommen.

Heutzutage neutralisieren die meisten von uns die unmittelbare Bedrohung durch Keime auf ihrer Haut, indem sie regelmäßig ihre Hände waschen oder ein Händedesinfektionsmittel verwenden.

Aber denken Sie an alles, was Sie auf Ihren täglichen Abenteuern mitbringen, sagt Dr. Allan. Da ist natürlich Ihre Smartwatch, dazu Ihr Handy, Kreditkarten und mehr. Auch diese Gegenstände sind Bakterien ausgesetzt – und das zeigt sich, wenn Sie es wagen, darauf zu testen.

Forscher der Uhrenstudie fanden Bakterien auf allen Arten von Armbändern. Am schmutzigsten waren Uhrenarmbänder aus Stoff, Kunststoff und Gummi. Metallarmbänder wiesen die geringste Keimzahl auf.

Was Sie tun, während Sie Ihre Uhr tragen, beeinflusst auch den Ick-Faktor. Wenn Sie Ihre Uhr beispielsweise beim Training tragen, hilft Ihr Schweiß den Bakterien dabei, ihre Muskeln spielen zu lassen. Auch der Umgang mit Tieren erhöht die Keimzahl.

Sind Bakterien auf Uhrenarmbändern gefährlich?

Bakterielle Infektionen können zu unangenehmen Folgen wie Hautausschlag oder verschiedenen Magen-Darm-Problemen (z. B. Durchfall und Übelkeit) führen. Im schlimmsten Fall können Ihr Herz und Ihre Lunge betroffen sein.

Wird das bei einem schmuddeligen Armband passieren? Wahrscheinlich nicht – aber es ist immer besser, den unnötigen Kontakt mit Bakterien zu begrenzen, bemerkt Dr. Allan.

Das Risiko steigt, wenn Sie immungeschwächt sind oder sich in der Nähe einer Person aufhalten, deren Immunsystem geschwächt ist. (Das war eines der Hauptanliegen der Autoren der Armbandstudie.)

Verstärkter Kontakt mit Bakterien kann auch zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen beitragen, was sich langfristig auf die Infektionskontrolle auswirken kann.

Die Lösung? Reinigen Sie Ihr Armband!

Wie oft reinigen Sie Ihr Uhrenarmband? Die Chancen stehen gut, dass es nicht ausreicht, zumindest wenn man bedenkt, was Forscher herausfanden, als sie nach Bakterien auf Uhrenarmbändern suchten.

Dr. Allan empfiehlt, es sich zur Gewohnheit zu machen, das Armband täglich zu reinigen. (Er empfiehlt eine ähnliche Empfehlung für Mobiltelefone, in denen sich nachweislich mehr Keime befinden als auf einem Toilettensitz. Mobiltelefone erfordern jedoch speziellere Reinigungsmittel, um eine Beschädigung des Bildschirms zu vermeiden.)

„Armbanduhren können tatsächlich Keime übertragen, die möglicherweise zur Ausbreitung von Bakterien und letztendlich zu Infektionen beitragen“, bestätigt Dr. Allan. „Daher ist es ratsam, Armbanduhren zu reinigen, um das Risiko zu minimieren. Idealerweise wird eine tägliche Reinigung empfohlen – aber jede Häufigkeit ist besser als keine.“