Was ist ein Rechtsschenkelblock und wie wird er behandelt?

Was ist das:

Beim Rechtsschenkelblock handelt es sich um eine Veränderung des normalen Musters des Elektrokardiogramms (EKG), insbesondere im QRS-Segment, das etwas länger wird und mehr als 120 ms anhält. Dies bedeutet, dass das elektrische Signal vom Herzen Schwierigkeiten hat, durch den rechten Herzzweig zu gelangen, was dazu führt, dass sich die rechte Herzkammer etwas später zusammenzieht.

In den meisten Fällen ist ein Rechtsschenkelblock nicht schwerwiegend und kommt sogar relativ häufig vor. Er ist kein unmittelbares Zeichen einer Herzerkrankung, obwohl er auch aufgrund von Veränderungen am Herzen auftreten kann, beispielsweise einer Infektion des Herzmuskels oder eines Blutgerinnsels in der Lunge.

Sobald der Arzt diese Blockade in einem Routine-EKG feststellt, werden in der Regel die Anamnese und die Symptome der Person beurteilt, um festzustellen, ob eine Behandlung erforderlich ist. Es kann jedoch ratsam sein, häufige Besuche beim Kardiologen durchzuführen, um die Veränderungen unter Kontrolle zu halten.

Hauptsymptome

Bei vielen Menschen verursacht ein Rechtsschenkelblock keinerlei Beschwerden und daher wird die Veränderung meist erst bei Routineuntersuchungen festgestellt.

Bei manchen Menschen können jedoch Symptome im Zusammenhang mit der Blockade auftreten, wie zum Beispiel:

  • Ohnmachtsgefühl;
  • Herzklopfen;
  • Ohnmacht.

Obwohl einige dieser Symptome relativ häufig auftreten, können sie, wenn sie sehr häufig auftreten, auf ein Herzproblem hinweisen. Daher sollten sie von einem Kardiologen untersucht werden, auch wenn sie kein Zeichen für einen Rechtsschenkelblock sind.

Schauen Sie sich andere Symptome an, die auf Herzprobleme hinweisen können.

Was verursacht einen Rechtsschenkelblock?

In einigen Fällen gibt es keine spezifische Ursache für das Auftreten eines Rechtsschenkelblocks des Herzens, der sich als normale Veränderung der Herzleitung äußert.

Wenn die Blockade jedoch auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen ist, ist sie in der Regel auf folgende Ursachen zurückzuführen:

  • Angeborener Herzfehler, beispielsweise ein Defekt des Septums oder einer Herzklappe;
  • Herzmuskelinfektion;
  • Hoher Druck in der Lungenarterie;
  • Gerinnsel in der Lunge.

Obwohl es sich fast immer um eine gutartige Veränderung handelt, ist es daher wichtig, andere Tests durchzuführen, wie z. B. eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder ein Echokardiogramm, um sicherzustellen, dass kein Problem vorliegt, das die Blockade verursacht, die eine spezifischere Behandlung erfordert.

Wie die Behandlung durchgeführt wird

In den meisten Fällen verursacht ein Rechtsschenkelblock keine Symptome und ist daher häufig nicht behandlungsbedürftig. In diesen Fällen kann der Betroffene ein völlig normales Leben ohne erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und ohne Einbußen der Lebensqualität führen.

Wenn jedoch Symptome auftreten oder die Blockade auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen ist, kann der Kardiologe eine Behandlung empfehlen mit:

  • Medikamente gegen Bluthochdruck, wie Captopril oder Bisoprolol: helfen, den Druck auf die Arterien zu verringern, wenn dies die Hauptursache für die Verstopfung ist;
  • Kardiotonische Mittel, wie Digoxin: stärkt den Herzmuskel und erleichtert seine Kontraktion;
  • Verwendung eines temporären Herzschrittmachers: Obwohl es relativ selten vorkommt, wird ein Gerät unter der Haut platziert, das über zwei kleine Drähte mit der rechten Herzkammer verbunden ist und dabei hilft, die elektrische Aktivität des Herzens zu regulieren.

Darüber hinaus kann der Arzt bei sehr häufigen Ohnmachtsanfällen auch beurteilen, ob ein Linksschenkelblock vorliegt, und in diesen Fällen den dauerhaften Einsatz eines Herzschrittmachers oder eine kardiale Resynchronisationstherapie empfehlen, die dem Einsatz eines Herzschrittmachers ähnelt, jedoch über einen dritten Draht verfügt, der direkt mit der linken Herzkammer verbunden ist und den Herzschlag der beiden Herzkammern koordiniert.