Evans-Syndrom: Was es ist, Symptome, Ursachen und Behandlung

Was ist das:

Das Evans-Syndrom, auch Antiphospholipid-Syndrom genannt, ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der der Körper Antikörper produziert, die das Blut zerstören.

Bei einigen Menschen mit diesem Syndrom sind möglicherweise nur die weißen Blutkörperchen, nur die roten Blutkörperchen oder nur die Blutplättchen zerstört, aber im Allgemeinen ist die gesamte Struktur des Blutes verändert, was zum Auftreten einer Anämie oder anderen charakteristischen Symptomen wie leichten Blutergüssen oder Blutungen führt.

Je früher die richtige Diagnose des Syndroms gestellt wird, desto einfacher lassen sich die Symptome kontrollieren und desto besser kann die Lebensqualität der Person sein.

Wichtigste Anzeichen und Symptome

Wenn die roten Blutkörperchen geschädigt werden und ihr Blutspiegel sinkt, entwickelt der Patient die typischen Symptome einer Anämie mit Blässe, leichter Müdigkeit oder Kopfschmerzen.

Bei einer Zerstörung der Blutplättchen ist der Patient anfälliger für die Bildung von Blutergüssen und Blutungen. Wenn der weiße Teil des Blutes betroffen ist, wird der Patient anfälliger für Infektionen und hat außerdem größere Schwierigkeiten, sich von Krankheiten zu erholen.

Es kommt häufig vor, dass eine Person mit Evans-Syndrom auch an anderen Autoimmunerkrankungen leidet, beispielsweise an Lupus oder rheumatoider Arthritis.

Was verursacht das Syndrom?

Der Faktor, der dieses Syndrom begünstigt, ist noch unbekannt, und sowohl die Symptome als auch der Verlauf dieser Krankheit sind von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, je nachdem, welcher Teil des Blutes betroffen ist.

Wie die Behandlung durchgeführt wird

Ziel der Behandlung ist es, die Produktion von Antikörpern zu stoppen, die Blutzellen zerstören. Die Behandlung heilt die Krankheit nicht, hilft aber, ihre Symptome wie Anämie oder Thrombose zu lindern.

Die Verwendung von Steroiden wird empfohlen, da sie das Immunsystem unterdrücken und die Produktion von Antikörpern reduzieren, wodurch der Grad der Zerstörung von Blutzellen verringert wird.

Eine weitere Möglichkeit ist die Injektion von Immunglobulinen zur Zerstörung überschüssiger körpereigener Antikörper oder sogar eine Chemotherapie, die den Patienten stabilisiert. In schwereren Fällen ist die Entfernung der Milz sowie eine Bluttransfusion eine weitere Behandlungsform.