Bisphenol A (BPA): Was es ist, Risiken und wie man sie erkennt

Was ist das:

Bisphenol A, auch bekannt unter der Abkürzung BPA, ist eine Verbindung, die häufig zur Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Epoxidharzen verwendet wird und häufig in Behältern zur Aufbewahrung von Lebensmitteln enthalten ist, z. BTupperware, Plastikflaschen oder Dosen.

Obwohl BPA nur in Behältern vorhanden ist, wird Bisphenol A freigesetzt, wenn diese hohen Temperaturen ausgesetzt werden oder wenn sie mit sehr heißen Lebensmitteln in Kontakt kommen, und kann die Lebensmittel verunreinigen, was möglicherweise zu gesundheitlichen Risiken wie einer verminderten Spermienproduktion, der Entwicklung von Zysten in den Eierstöcken, Veränderungen beim Stuhlgang und sogar Missbildungen beim Embryo bei schwangeren Frauen führt.

Bisphenol ist nicht nur in Lebensmittelverpackungen enthalten, sondern auch in einigen Plastikspielzeugen, Kosmetikprodukten und Thermopapier.

Mögliche Gesundheitsrisiken

Die möglichen Gesundheitsrisiken von Bisphenol A wurden ausführlich untersucht und einigen Studien zufolge kann die BPA-Kontamination von Lebensmitteln tatsächlich das Risiko für die Entwicklung gesundheitlicher Probleme erhöhen, wie zum Beispiel:

1. Magen-Darm-Probleme

Bisphenol A kommt beim Verzehr unmittelbar mit dem Magen-Darm-Trakt in Kontakt und da es leicht resorbiert wird, besteht ein hohes Risiko für Veränderungen, insbesondere das Auftreten chronisch entzündlicher Erkrankungen.

BPA scheint außerdem Veränderungen im Stuhlgang zu verursachen und außerdem das Auftreten von Läsionen in der Magen- und Darmschleimhaut zu begünstigen. In schwerwiegenderen Fällen scheint der Verzehr von BPA das Auftreten von Krebs im Magen oder Darm zu verstärken.

Darüber hinaus kann ein Teil von BPA auch zur Leber transportiert werden, wo es Leberschäden verursachen kann.

2. Hormonelle Veränderungen 

Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Verzehr von Bisphenol A hormonelle Veränderungen hervorrufen kann, die letztlich die Produktion von Spermien verringern und das Risiko für Prostatakrebs erhöhen. Bei Frauen scheint BPA das Risiko für Eierstockzysten und Brustkrebs zu erhöhen.

3. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Ein längerer Konsum von Bisphenol A kann bei Kindern zu Verhaltensänderungen wie Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität führen und in manchen Fällen auch Angstanfälle und das Auftreten von Depressionen begünstigen.

Darüber hinaus wurden bei Babys und Kindern, die BPA ausgesetzt waren, Gehirnveränderungen beobachtet, die letztendlich zu Entwicklungsdefiziten und Gedächtnisstörungen führten.

4. Fehlbildungen des Embryos

Die Exposition schwangerer Frauen gegenüber Bisphenol A kann zu Missbildungen beim Baby führen, die letztendlich zu einer schlechten Organentwicklung, einer verringerten Herzfrequenz und in einigen Fällen zu einer Fehlgeburt führen.

So identifizieren Sie BPA in Verpackungen

Um Produkte zu identifizieren, die Bisphenol A enthalten, ist es wichtig, die Nummer 7 auf der Verpackung innerhalb des Kunststoffrecyclingsymbols zu beachten (wie im Bild gezeigt), da diese Nummer angibt, dass das Material unter Verwendung von Bisphenol hergestellt wurde.

Die am häufigsten verwendeten Kunststoffprodukte, die Bisphenol enthalten, sind Küchenutensilien wie Babyflaschen, Teller und Plastikbehälter, sie kommen aber auch in CDs, medizinischen Utensilien, Spielzeug und Haushaltsgeräten vor.

Wie man BPA vermeidet oder verwendet

Um den Kontakt mit Bisphenol A zu reduzieren, sollten BPA-freie Kunststoffbehälter verwendet werden. BPA-frei, oder entscheiden Sie sich für Glas- oder Bambusbehälter, insbesondere zum Verpacken von Lebensmitteln. Darüber hinaus wird empfohlen, das Erhitzen von Lebensmitteln in Plastikbehältern zu vermeiden und keine Lebensmittel in zerdrückter oder zerbrochener Verpackung zu verzehren.

Was ist die zulässige Menge an BPA?

Die zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden maximal empfohlene Menge an Bisphenol A liegt bei Erwachsenen bei 40 µg bis 5 µg/kg Körpergewicht pro Tag, bei Säuglingen und Kindern bei 0,875 µg/kg.

Obwohl weitere Studien erforderlich sind, um die mit BPA verbundenen Risiken herauszufinden, ist es wichtig, den Verzehr zu vermeiden, indem beispielsweise das verwendete Verpackungsmaterial ersetzt wird, um möglichen gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen.