Psychopathie: Was es ist, Symptome, Test und Behandlung

Was ist das:

Psychopathie ist eine Persönlichkeitsstörung, die durch mangelndes Einfühlungsvermögen, verminderte Zuneigungsfähigkeit und unzureichende Wutbewältigung gekennzeichnet ist. Psychopathische Menschen neigen dazu, sehr manipulativ und zentralisierend zu sein, ein äußerst narzisstisches Verhalten an den Tag zu legen und für keine ihrer Einstellungen Verantwortung zu übernehmen.

Psychopathie kann aufgrund von Gehirnveränderungen, genetischen Faktoren und Kindheitstraumata wie sexuellem oder emotionalem Missbrauch auftreten. Die Diagnose einer Psychopathie wird von einem Psychiater auf der Grundlage des „Hare Psychopathia Assessment Test“ oder PCL-R gestellt, bei dem die Verhaltensmerkmale der Person beurteilt werden.

Die Behandlung von Psychopathie kann durch vom Psychiater empfohlene Medikamente wie Lithium und Therapie sowie durch Unterstützung durch Gruppen wie Familie, Freunde und die Gemeinschaft erfolgen.

Symptome einer Psychopathie

Die wichtigsten Anzeichen und Symptome einer Psychopathie, die bei der Identifizierung einer psychopathischen Person helfen, sind:

1. Mangel an Empathie

Der Psychopath versteht es, den emotionalen Zustand zu verstehen und die Perspektive einer anderen Person in einer bestimmten Situation zu kennen, was von Vorteil ist, da es ihm hilft, emotional verletzliche Menschen zu identifizieren. Sie sind jedoch nicht in der Lage zu erfahren, was die andere Person fühlt.

2. Impulsives Verhalten

Psychopathen neigen zu impulsiven Handlungen, ohne Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen und ohne über die Vor- und Nachteile bestimmter Handlungen nachzudenken, und können daher illegale Handlungen begehen, die sofortige Belohnungen bringen.

3. Mangelnde Wutkontrolle

In manchen Fällen kann es bei Menschen mit psychopathischen Merkmalen zu plötzlichen und heftigen Wutanfällen kommen, wenn sie kritisiert werden oder wenn etwas nicht wie geplant verläuft.

Mangelnde Wutkontrolle kann dazu führen, dass der Psychopath ein einschüchterndes Verhalten an den Tag legt und andere Menschen kontrolliert.

4. Egozentrismus

Menschen mit einem psychopathischen Merkmal haben oft das Gefühl, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, da sie sich für überlegen halten, und dieses Verhalten kann als Narzissmus bezeichnet werden. Darüber hinaus haben sie die unrealistische Vorstellung, dass andere Menschen sich an sie halten, und können sogar die Bemühungen und den Erfolg anderer Menschen schmälern.

5. Mangel an Reue

Die Wiederholung von Handlungen, die andere Menschen bedrohen, obwohl sie ihr Mitleid zeigen, ist eines der Merkmale, die man bei einer Person finden kann, die anfällig für Psychopathie ist.

Zusätzlich zu diesen Merkmalen weist die Psychopathie weitere Merkmale auf, wie z. B. einen von anderen Menschen abhängigen Lebensstil, Manipulation, kurzfristige soziale Beziehungen und wiederholte illegale Handlungen. Dies gilt jedoch nicht für alle Psychopathen.

Online-Psychopathietest

Wenn Sie Fragen zur Möglichkeit einer Psychopathie haben, beantworten Sie die folgenden Fragen, um Ihr Risiko herauszufinden: 

Dieser Test sollte nicht als Diagnose dienen, daher wird empfohlen, bei Verdacht einen Psychiater für eine genauere Abklärung aufzusuchen.

Unterschied zwischen Psychopathie und Soziopathie

Psychopathie und Soziopathie gelten als antisoziale Persönlichkeitsstörungen, können jedoch anhand ihres Schweregrades unterschieden werden, wobei Psychopathie eine schwerwiegendere Form der Soziopathie darstellt. Mit anderen Worten: Während der Psychopath berechnend, erfolgreich und charmant sowie manipulativ und impulsiv ist, ist der Soziopath in der Regel verantwortungslos, verhalten sich riskant und hält sich nicht an die von der Gesellschaft auferlegten Gesetze und Normen.

Wie die Behandlung durchgeführt wird

Die Behandlung einer Psychopathie wird von einem Psychiater durchgeführt, der möglicherweise Medikamente wie Lithium empfiehlt, um aggressives Verhalten zu reduzieren. Darüber hinaus werden Psychotherapiesitzungen, beispielsweise eine kognitive Verhaltenstherapie, empfohlen.

Es gibt andere Therapien, wie z. B. familiäre und zwischenmenschliche Therapien, die Menschen mit psychopathischen Merkmalen helfen, ihre sozialen Beziehungen zu verbessern. Die Schwierigkeit bei der Behandlung von Psychopathen liegt darin, dass sich die Menschen selbst nicht mit den Merkmalen identifizieren, oft denken, ihr Verhalten sei normal und nicht zugeben, dass sie psychopathische Merkmale haben, was bedeutet, dass sie keine psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen.