Was tun bei einer falschen Gesäßunterspritzung?

Nach der Anwendung einer intramuskulären Gesäßinjektion können einige Komplikationen auftreten. Sie können mit Fehlern verbunden sein oder auch nicht. Es ist wichtig zu wissen, was schiefgehen könnte, damit Sie schnell Hilfe suchen können.

Sehen Sie unten, was passieren kann und was in diesen Fällen zu tun ist:

1. Schmerzen oder Bewegungsverlust

Wenn der Ischiasnerv während der Injektion von der Nadel getroffen wird, verspüren Sie möglicherweise einen leichten vorübergehenden Schmerz, einen stärkeren Schmerz, ein Taubheitsgefühl oder sogar einen Bewegungsverlust im Bein. Die Verletzung kann zu einer dauerhaften Lähmung oder Taubheit des Beins auf der Seite führen, auf der die Anwendung vorgenommen wurde.

Nervenverletzungen sind die häufigste Komplikation nach einer intramuskulären Injektion. Der Ischiasnerv ist der am häufigsten betroffene Nerv.

Was zu tun:Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um die Schwere des Schadens zu verringern und so schnell wie möglich mit der Behandlung zu beginnen und so die Heilungschancen zu erhöhen. Die Behandlung der Verletzung umfasst den Einsatz von Schmerzmitteln, Physiotherapie, den Einsatz von Hilfsmitteln und chirurgische Untersuchungen.

2. Bewegungseinschränkung

Wenn wir den Muskel anstrengen und spüren, wie er sich „verhärtet“, wird er kontrahiert. Wenn wir uns entspannen, hört es auf, hart zu werden. Wenn Sie bemerken, dass der Muskel immer steif ist und sich nicht entspannt, ist das nicht normal. Dies könnte bei einer Gesäßmuskelkontraktur der Fall sein.

Menschen mit diesem Problem haben eine Hüftsteifheit, die sie daran hindert, bei Kniebeugen beide Knie zusammenzubringen.

Viele Ursachen werden auf eine Kontraktur des Gesäßmuskels zurückgeführt, wobei die wiederholte Anwendung einer intramuskulären Glutealinjektion in denselben Muskel am häufigsten ist.

Was zu tun:Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Muskel nach einer oder mehreren Injektionen steif ist und sich nur eingeschränkt bewegen lässt, suchen Sie einen Arzt auf. Durch radiologische Untersuchungen kann das Problem erkannt und andere Ursachen ausgeschlossen werden. Eine physiotherapeutische Behandlung ist angezeigt, zur Behebung des Problems kann jedoch eine Operation erforderlich sein.

3. Änderung der erwarteten Wirkung der Injektion

Fettleibige, übergewichtige Menschen und Frauen haben eine dickere Fettschicht im Gesäßbereich. Bei diesen Personen kann die Anwendung versehentlich im subkutanen Bereich erfolgen. Dies beeinträchtigt die Wirkung des Arzneimittels, das in den Muskel injiziert werden soll, und erhöht das Risiko von Komplikationen.

Wenn das Arzneimittel nach der Anwendung ausläuft, kann die Wirkung ebenfalls beeinträchtigt sein. Fragen Sie Ihren Arzt, was in diesem Fall zu tun ist.

Andere seltenere Komplikationen

Infektionen

Im Falle einer Infektion bemerken Sie möglicherweise eine Blase oder einen Abszess (Flüssigkeit kann austreten oder auch nicht), Rötungen und Schwellungen. Möglicherweise verspüren Sie 24 Stunden nach der Injektion starke Schmerzen und Fieber.

Unwohlsein und andere Symptome wie Verwirrtheit, niedriger Blutdruck, Unterkühlung oder Fieber können damit einhergehen. Es kann zu lokaler Nekrose (Gewebestod) und generalisierter Infektion führen.

Es entwickelt sich schnell und erfordert eine schnelle Diagnose. Daher sollten Sie bei Auftreten der beschriebenen Symptome dringend einen Arzt aufsuchen.

Eine nekrotisierende Fasziitis ist eine Komplikation und kein Fehler. Es handelt sich um eine seltene und schwere Infektion, die mit der intramuskulären Verabreichung von Medikamenten einhergehen kann. Infektionen (z. B. im Rachenraum), die Einnahme von Entzündungshemmern oder Kortikosteroiden können das Risiko einer Fasziitis erhöhen.

Weitere Folgen einer Infektion nach der Injektion sind Gasbrand und Abszessbildung. Sie sind auch sehr selten. Auch mangelnde Hygiene bei der Anwendung kann zu Infektionen und deren Folgen führen.

Zur Diagnose und Beurteilung des Schweregrads werden Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren eingesetzt. Erfordert sofortige Operation, unterstützende Behandlung mit Antibiotika und Hämodynamik.

Mancha roxa que pulsa (pseudoaneurisma)

Wenn Sie an der Injektionsstelle starke Schmerzen mit Schwellung und Verhärtung („Klumpenbildung“) verspüren und (in manchen Fällen) ein pulsierendes Hämatom (violetter Fleck) sehen, könnte es sich um ein Pseudoaneurysma handeln.

Der sich bildende Knoten kann den Ischiasnerv komprimieren und zu Symptomen wie Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Bewegungsverlust im Bein auf der Seite führen, die der Applikationsstelle entspricht. Es kann zu Anämie und Nekrose (Gewebestod) kommen.

Sie müssen dringend einen Arzt aufsuchen.

Pseudoaneurysma ist eine seltene Läsion und kann durch Perforation während der Anwendung einer glutealen intramuskulären Injektion verursacht werden. Aufgrund der Perforation tritt Blut aus der Arterie aus und verursacht innere Blutungen.

Bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall, Tomographie oder Magnetresonanztomographie können das Problem erkennen. Die Behandlung besteht darin, die Blutung zu stoppen und das Hämatom zu entleeren, um Nekrose zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.

Wer ist am stärksten von Komplikationen bedroht?

Seien Sie während und nach der intramuskulären Gesäßinjektion besonders vorsichtig bei:

  • Kinder;
  • Ältere Menschen;
  • Untergewichtige Patienten.

Bei ihnen besteht durch die Anwendung ein höheres Risiko einer Schädigung des Ischiasnervs. Kinder und ältere Menschen bemerken das Problem möglicherweise nicht oder beschweren sich.

Menschen mit Immunschwäche sind anfälliger für Infektionen. Daher besteht in diesen Fällen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie nekrotisierende Fasziitis, Abszesse und Gasbrand, obwohl diese selten sind.