6 Ursachen für Leistenschmerzen während der Schwangerschaft (und was zu tun ist)

Schmerzen in der Leistengegend während der Schwangerschaft können mit bestimmten Veränderungen während der Schwangerschaft verbunden sein, wie zum Beispiel Gewichtszunahme, Veränderungen im Körper oder der Ausschüttung von Hormonen. Darüber hinaus können während der Schwangerschaft die Beckengelenke steif oder instabil werden, um den Körper der Frau auf die Geburt vorzubereiten, was zu Unwohlsein, Schmerzen oder sogar Beeinträchtigung der Beweglichkeit führen kann.

Schmerzen in der Leistengegend stellen im Allgemeinen kein Problem während der Schwangerschaft dar und verschwinden in der Regel bald nach der Geburt des Babys. Wenn die Schmerzen in der Leistengegend jedoch mit Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Ausfluss aus der Scheide oder Brennen beim Wasserlassen einhergehen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Um eine reibungslose und sichere Schwangerschaft zu gewährleisten, ist es wichtig, regelmäßig Ihren Gynäkologen und/oder Geburtshelfer zu konsultieren und regelmäßig vorgeburtliche Untersuchungen durchführen zu lassen.

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Hauptursachen

Die Hauptursachen für Leistenschmerzen während der Schwangerschaft sind:

1. Gewichtszunahme des Babys

Eine der Hauptursachen für Leistenschmerzen während der Schwangerschaft ist das erhöhte Gewicht des Babys, insbesondere im ersten Schwangerschaftstrimester. Dies liegt daran, dass in diesem Stadium die Bänder und Muskeln des Beckens entspannter und gedehnter werden, um sich an das heranwachsende Baby anzupassen, was zu Schmerzen in der Leistengegend führen kann.

Was zu tun:Um Beschwerden zu reduzieren, vermeiden Sie das Heben oder Tragen von Gewichten und machen Sie Aktivitäten wie Wassergymnastik, leichtes Gehen oder Kegel-Übungen, um die Muskeln und Bänder des Beckens zu stärken. Erfahren Sie, wie Sie Kegel-Übungen durchführen.

2. Veränderung im Körper 

Veränderungen im Körper einer Frau sind während der Schwangerschaft normal und physiologisch. Eine der wichtigsten Veränderungen ist die Krümmung der Wirbelsäule, um sich an das Wachstum des Babys anzupassen und sich auf den Moment der Geburt vorzubereiten. Diese Veränderungen können zu einer Lockerung der Muskeln und Bänder im Becken und zu Schmerzen in der Leistengegend führen. 

Was zu tun:Zur Kräftigung der Becken- und Rückenmuskulatur sollten körperliche Aktivitäten durchgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sie das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen vermeiden, mit gestütztem Rücken ruhen, sich beim Stehen nicht auf ein Bein stützen und mit einem Kissen zwischen den Knien schlafen. In einigen Fällen kann der Arzt die Verwendung eines Bauchstützgürtels oder eine Physiotherapie zur Stärkung der Beckenmuskulatur empfehlen.

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3. Hormonausschüttung

Leistenschmerzen können durch die Ausschüttung des Hormons Relaxin verursacht werden, das die Bänder und Gelenke in der Hüfte und im Becken lockert, um das heranwachsende Baby während der Schwangerschaft zu versorgen. Darüber hinaus wird dieses Hormon während der Wehen in größeren Mengen ausgeschüttet, um die Geburt des Babys zu erleichtern, was zu Schmerzen in der Leistengegend führen kann, die sich nach der Geburt bessern. 

Was zu tun:Sie sollten sich ausruhen und in Übungen zur Stärkung der Beckenmuskulatur investieren. Darüber hinaus kann der Arzt die Verwendung eines Hüftgurts empfehlen, der zur Stabilisierung des Gelenks und zur Verbesserung des Wohlbefindens beiträgt. 

4. Gewichtszunahme der Mutter

Während der neun Monate bzw. 40 Wochen der Schwangerschaft kann eine Frau 7 bis 12 kg zunehmen und diese Gewichtszunahme kann die Muskeln und Bänder des Beckens überlasten, was zu Schmerzen in der Leistengegend führt, die häufiger bei Frauen auftreten können, die vor der Schwangerschaft übergewichtig sind oder eine sitzende Lebensweise haben.  

Was zu tun:Vermeiden Sie das Tragen von High Heels und bevorzugen Sie bequemere, flache Schuhe. Vermeiden Sie außerdem eine Belastung der Wirbelsäule und stützen Sie sich beim Sitzen und Aufstehen stets auf den Armen ab. Um das Gewicht zu kontrollieren und die Beckenmuskulatur zu stärken, ist es wichtig, leichte körperliche Aktivitäten wie zum Beispiel Spazierengehen oder Wassergymnastik durchzuführen.

Unter Aufsicht eines Arztes oder Ernährungsberaters können Sie sich ausgewogen ernähren, damit die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft auf gesunde Weise erfolgt.

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5. Plazentalösung

Eine Plazentalösung kann in jedem Stadium der Schwangerschaft auftreten und eines der Symptome sind plötzliche Leistenschmerzen, die von anderen Symptomen wie Blutung, starken Bauchschmerzen, Schwäche, Blässe, Schwitzen oder Tachykardie begleitet werden. 

Was zu tun:Suchen Sie sofort einen Arzt oder die nächstgelegene Notaufnahme auf, um eine Untersuchung und eine geeignetere Behandlung durchzuführen. Die Behandlung einer Plazentalösung erfolgt individuell und hängt vom Schweregrad und Stadium der Schwangerschaft ab. Erfahren Sie mehr über die Plazentalösung.

6. Infektionen

Einige Infektionen wie Harnwegsinfektionen, Darminfektionen, Blinddarmentzündungen oder sexuell übertragbare Infektionen können Schmerzen in der Leiste verursachen und führen meist zu weiteren Symptomen wie beispielsweise Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen.

Was zu tun:Sie sollten sofort einen Arzt aufsuchen, um mit der am besten geeigneten Behandlung zu beginnen, zu der auch die von Ihrem Arzt verschriebenen Antibiotika gehören können, die während der Schwangerschaft angewendet werden können.