6 Symptome einer Sichelzellenanämie (und was zu tun ist)

Sichelzellenanämie kann aufgrund der Zerstörung der roten Blutkörperchen und der Verstopfung der Blutgefäße zu Symptomen wie wiederkehrenden Schmerzattacken, Gelbfärbung der Haut und Augen, Schwellungen der Hände und/oder Füße und in den schwersten Fällen zu Schlaganfällen führen.

Diese Anämie wird durch eine genetische Veränderung verursacht, die zur Produktion eines abnormalen Hämoglobintyps führt, der die Form der roten Blutkörperchen im Blut beeinflusst. Verstehen Sie besser, was Sichelzellenanämie ist.

Bei Verdacht auf eine Sichelzellenanämie empfiehlt sich die Konsultation eines Hämatologen. Die Behandlung kann beispielsweise spezifische Medikamente, Impfstoffe und Bluttransfusionen umfassen, um die Symptome zu kontrollieren und Komplikationen wie Infektionen und Schlaganfall vorzubeugen.  

Hauptsymptome

Die Hauptsymptome einer Sichelzellenanämie sind:

1. Anämie

Bei Menschen mit Sichelzellenanämie kommt es häufig zu einer Anämie aufgrund einer Abnahme der roten Blutkörperchen im Kreislauf. Dieser Rückgang wird durch eine Formänderung dieser Zellen verursacht, die zu ihrer Zerstörung und/oder Entfernung aus dem Blutkreislauf führt.

Anämie kann beispielsweise Symptome wie Müdigkeit, Herzrasen, Schwindel oder Atemnot hervorrufen. Schauen Sie sich die Hauptsymptome einer Anämie an.

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2. Schmerzattacken

Menschen mit Sichelzellenanämie neigen dazu, Schmerzattacken zu verspüren, die zwar jeden Körperteil betreffen können, häufiger aber in Brust, Armen oder Beinen auftreten. Insbesondere bei Kindern können Schmerzen in den Fingern und/oder Zehen lokalisiert sein.

Diese Krisen treten häufiger auf, wenn es beispielsweise zu Dehydration, einem Abfall des Sauerstoffgehalts im Blut, Kälteeinwirkung oder Infektionen kommt, die rote Blutkörperchen dazu veranlassen, Blutgefäße zu verstopfen.  

3. Gelbe Haut und Augen

Die Sichelzellenanämie begünstigt die Zerstörung der roten Blutkörperchen im Kreislauf und daher kann es zu einem Anstieg des Bilirubins im Blut kommen, was zu einer Gelbfärbung der Haut und der Augen führt. Diese Veränderung wird auch als Gelbsucht bezeichnet. Finden Sie heraus, was Gelbsucht ist und welche Symptome auftreten.

4. Priapismus

In einigen Fällen kann es bei Männern und männlichen Kindern mit Sichelzellenanämie zu Priapismus kommen, einem Zustand, der durch die Verstopfung der Blutgefäße im Penis verursacht wird und zu einer unerwünschten und schmerzhaften Erektion führen kann. 

Priapismus kann wiederkehrend auftreten und in manchen Fällen länger als 3 Stunden andauern, sodass ärztliche Hilfe erforderlich ist. Vor allem unbehandelt kann es zu Impotenz kommen.  

5. Schwellung in den Händen und/oder Füßen

Schwellungen an Händen und/oder Füßen kommen bei Kleinkindern mit Sichelzellenanämie häufiger vor und gehen meist mit Schmerzkrisen einher. Besonders wenn Schwellungen und Schmerzen an den Fingern auftreten, spricht man von einer Daktylitis. Verstehen Sie besser, was Daktylitis ist und welche Symptome sie hat.

6. AVC

Schlaganfallepisoden sind die schwerwiegendsten Manifestationen einer Sichelzellenanämie und können auftreten, wenn rote Blutkörperchen Gefäße verstopfen, die Blut zum Gehirn transportieren. Es kann zu Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Krampfanfällen oder Kraftverlust in bestimmten Körperteilen kommen.

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So bestätigen Sie die Diagnose

Die Diagnose einer Sichelzellenanämie wird von einem Hämatologen, Allgemeinmediziner oder, bei Kindern, einem Kinderarzt anhand der Symptome und der Ergebnisse von Tests wie der Hämoglobin-Elektrophorese gestellt, bei denen es möglich ist, einen für diese Erkrankung charakteristischen Hämoglobintyp zu identifizieren.

In den meisten Fällen wird eine Sichelzellenanämie beim Baby in den ersten Lebensmonaten festgestellt, da diese Anämie zu den Erkrankungen gehört, die bei der Durchführung des Fersenstich-Tests nachgewiesen werden. 

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Was zu tun

Bei Verdacht auf eine Sichelzellenanämie empfiehlt sich die Konsultation eines Hämatologen, Hausarztes oder Kinderarztes. Durch eine vom Arzt verordnete Behandlung ist es möglich, Komplikationen wie Infektionen oder Schlaganfälle zu vermeiden und die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern.

Der Arzt kann Medikamente wie Hydroxyharnstoff verschreiben, um zu verhindern, dass rote Blutkörperchen die Blutgefäße verstopfen, wodurch Schmerzattacken und das Risiko eines Schlaganfalls verringert werden. Es kann auch auf Impfstoffe zur Vorbeugung von Infektionen und in manchen Fällen beispielsweise auf Bluttransfusionen hinweisen.

Darüber hinaus sind Knochenmarktransplantation und Gentherapie zwei Beispiele für Behandlungen, die in einigen Fällen auch bei Sichelzellenanämie eingesetzt wurden.