Das „Fleischschwitzen“ ist keine offizielle medizinische Diagnose, aber ein Anstieg der Körpertemperatur nach einer großen Mahlzeit – insbesondere einer mit viel Protein – ist ein echtes Phänomen. Wenn Sie sich nach dem Verzehr eines großen Steaks die Stirn abwischen, steckt etwas Wissenschaft dahinter.
Inhaltsverzeichnis
1. Essen erzeugt Wärme
Wie bei jeder Maschine erwärmt sich Ihr Körper, je härter er arbeitet. Wenn Sie eine Mahlzeit zu sich nehmen, muss Ihr Körper alles, was Sie essen, in seine einfachste Form zerlegen. Während dieses Prozesses erhöht sich Ihr Stoffwechsel und Ihre Körperkerntemperatur kann ansteigen.
2. Verschiedene Lebensmittel benötigen zum Abbau mehr Energie
Im Allgemeinen verbraucht Ihr Körper etwa 10 % seiner täglichen Energie, um die Nahrung, die Sie zu sich nehmen, zu konsumieren, zu verdauen und aufzunehmen.
Manche Lebensmittel benötigen zum Abbau mehr Energie als andere.
- Fette benötigen zur Verdauung am wenigsten Energie, mit einer thermischen Wirkung von 0 % bis 3 %.
- Kohlenhydrate erfordern etwas mehr Aufwand und erzeugen einen thermischen Effekt von 5 bis 10 %.
- Protein bietet eine komplexere Ernährung, deren Abbau mehr Aufwand erfordert, was zu einem thermischen Effekt von 20 bis 30 % führt.
Während alle Lebensmittel das Potenzial haben, Ihre Körpertemperatur zu erhöhen, hat Fleisch einen deutlich größeren Einfluss darauf.
3. Stoffwechsel ist wichtig
Der Stoffwechsel läuft nicht konstant ab. Ihr Alter, Ihr Muskeltonus, Ihr Aktivitätsniveau, Ihre Genetik und eine Vielzahl anderer Faktoren können sich darauf auswirken.
Studien haben ergeben, dass Temperaturanstiege deutlicher auftreten können bei:
- Jüngere Leute
- Menschen mit einem aktiven Lebensstil
- Personen mit geringerem Körperfettanteil
Im Gegensatz dazu waren Temperaturspitzen nach dem Essen bei älteren Personen, Personen mit hohem Körperfettanteil oder körperlich inaktiven Personen weniger signifikant.
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4. Was ist drin?
Die Art des Fleisches, seine Zubereitung und seine Würze können einen Einfluss auf die Entstehung von Fleischschweiß haben.
In einer Studie wurde beispielsweise festgestellt, dass Huhn und Lamm zu den stärksten thermogenen Effekten gehören und die Körpertemperatur innerhalb von zwei Stunden nach dem Verzehr deutlich stärker ansteigen lassen als andere Fleischsorten.
Gewürze und Gewürze können ebenfalls dazu beitragen, da schärfere Lebensmittel eine Reaktion Ihres Nervensystems auslösen. Lebensmittel mit einer hohen Kochtemperatur können ebenfalls zum Schwitzen führen.
Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass Rohkost tatsächlich mehr Energie für die Verdauung benötigt und auch die Körpertemperatur erhöhen kann.
5. Grundlegende medizinische Probleme
Grunderkrankungen können dazu beitragen, dass Sie nach dem Essen schwitzen.
- Geschmackliche Hyperhidroseist eine Reaktion Ihres Nervensystems auf scharfe Speisen.
- Es ist nicht schädlich, kann aber unangenehm sein und von der Familie weitergegeben werden.
In extremeren Fällen könnte das Schwitzen während oder kurz nach dem Essen mit besorgniserregenderen Erkrankungen verbunden sein, wie zum Beispiel:
- AurikulotemporalSyndrom (Frey-Syndrom)Typischerweise entsteht sie nach einer Operation am Hals oder an den Speicheldrüsen oder sogar nach einem Facelift.
- Diabetes, der Auswirkungen hat Schwankungen Ihres Blutzuckerspiegels vor oder kurz nach dem Essen können ein Hinweis auf eine dramatische Veränderung Ihres Blutzuckerspiegels sein.
- Parkinson-Krankheitsowie andere spezifische neurologische Erkrankungen können die Funktion Ihrer Schweißdrüsen beeinträchtigen und zu abnormalem Schwitzen führen.
Besprechen Sie Ihre Bedenken hinsichtlich des Schwitzens oder anderer Symptome nach dem Essen mit Ihrem Arzt.

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