Schmerzen in der Milz können auftreten, wenn dieses Organ irgendeine Art von Verletzung erleidet oder wenn es stark an Größe zunimmt, und der Schmerz kann beim Husten oder sogar bei Berührung spürbar sein.
Probleme, die die Milz betreffen, können neben Schmerzen auch zu Veränderungen im Bluttest führen, vor allem zu einer Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen und Blutplättchen.
Die Milz ist ein Organ im oberen linken Teil des Bauches und hat die Aufgabe, das Blut zu filtern und beschädigte rote Blutkörperchen zu beseitigen sowie weiße Blutkörperchen für das Immunsystem zu produzieren und zu speichern. Erfahren Sie mehr über andere Funktionen der Milz.
Inhaltsverzeichnis
Hauptursachen
Die Hauptursachen für Milzschmerzen sind:
1. Milzruptur
Obwohl selten, ist es möglich, dass die Milz beispielsweise durch Unfälle, Kämpfe oder als Folge eines Rippenbruchs reißt. Aufgrund der Lage dieses Organs, das durch den Magen und den Brustkorb geschützt wird, ist ein Milzriss selten. Wenn er jedoch auftritt, treten einige Anzeichen und Symptome auf, wie z. B. Schmerzen auf der linken Seite des Oberbauchs, Berührungsempfindlichkeit, Schwindel, erhöhte Herzfrequenz aufgrund einer intraperitonealen Blutung, Blässe oder Übelkeit.
Ein Milzriss stellt einen medizinischen Notfall dar, da er zu sehr schweren Blutungen führen kann, weshalb eine ärztliche Begutachtung und ein sofortiger Beginn der Behandlung notwendig sind. Erfahren Sie mehr über einen Milzriss.
2. Erhöhte Milzfunktion
Einige Situationen können zu Veränderungen der Milzfunktionen führen, wobei mehr oder weniger Blutzellen produziert werden. Normalerweise führen diese Situationen zu einer Vergrößerung der Milz. Die Hauptursachen für eine erhöhte Milzfunktion sind beispielsweise perniziöse Anämie, Thalassämie, Hämoglobinopathien, rheumatoide Arthritis, Lupus, Myelofibrose, hämolytische Anämie und Thrombozytopenien.
Darüber hinaus kann sich die Milz auch aufgrund ihrer erhöhten Funktion bei der Reaktion auf Medikamente und Infektionen wie beispielsweise AIDS, Virushepatitis, Zytomegalievirus, Tuberkulose, Malaria oder Leishmaniose vergrößern.
3. Leberprobleme
Auch Leberprobleme wie Leberzirrhose, Verschluss der Lebervenen, Aneurysma der Milzarterie, Herzinsuffizienz oder Pfortaderhochdruck können zu einer Vergrößerung der Milz und Schmerzen im oberen linken Teil des Bauches führen.
4. Krankheiten, die Infiltration verursachen
Einige Krankheiten können zu einer Vergrößerung der Milz und dem Auftreten von Schmerzen führen, wie z. B. Amyloidose, Leukämie, Lymphom, myeloproliferatives Syndrom, Zysten und metastasierende Tumoren, wobei es sich um Krankheiten handelt, die durch Zellinfiltration gekennzeichnet sind, die zu einer Vergrößerung dieses Organs führen kann.
Wie soll die Behandlung sein?
Die Behandlung von Milzschmerzen richtet sich nach der Ursache und es ist wichtig, dass die richtige Diagnose gestellt wird, damit die am besten geeignete Behandlung festgelegt werden kann. In manchen Fällen kann es erforderlich sein, Antibiotika zu verwenden, wenn es sich um eine Infektion handelt oder wenn ein Infektionsrisiko besteht, zusätzlich zu einer Chemotherapie oder Strahlentherapie, wenn die Schmerzen auf eine Krebsart zurückzuführen sind.
In ernsteren Situationen empfiehlt Ihr Arzt möglicherweise die Entfernung der Milz, die sogenannte Splenektomie. Dieser Eingriff kann je nach Schwere der Ursache eine vollständige oder teilweise Entfernung der Milz umfassen und ist vor allem bei Krebserkrankungen, Milzrupturen und Splenomegalie, die einer Milzvergrößerung entspricht, indiziert. Verstehen Sie, wie eine Splenektomie durchgeführt wird.

Willkommen auf meiner Seite!Ich bin Dr. J. K. Hartmann, Facharzt für Schmerztherapie und ganzheitliche Gesundheit. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit chronischen Schmerzen, Verletzungen und gesundheitlichen Herausforderungen ist es mein Ziel, fundiertes medizinisches Wissen mit natürlichen Methoden zu verbinden.
Inspiriert von den Prinzipien von HealthOkay teile ich regelmäßig hilfreiche Informationen, alltagsnahe Tipps und evidenzbasierte Ansätze zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität.
Gesundheit beginnt mit Wissen – danke, dass Sie hier sind!