10 Behandlungen für Amyotrophe Lateralsklerose

Die Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) umfasst je nach den Bedürfnissen der Person Medikamente, Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie und spezielle Geräte, beispielsweise Geräte zur Unterstützung der Kommunikation oder der Atmung.

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine neurodegenerative Erkrankung, die durch das Absterben von Neuronen im Gehirn und Rückenmark verursacht wird, die für die Steuerung der Muskeln im Körper verantwortlich sind. Verstehen Sie besser, was Amyotrophe Lateralsklerose ist und welche Symptome auftreten.

Obwohl ALS nicht heilbar ist, wird empfohlen, einen Neurologen zu konsultieren, der Sie bei der Behandlung am besten beraten kann. Verfügbare Medikamente und Interventionen können das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.

Hauptbehandlungsmöglichkeiten

Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten für Amyotrophe Lateralsklerose sind:

1. Riluzol

Riluzol war eines der ersten zugelassenen Medikamente gegen Amyotrophe Lateralsklerose. Es wird angenommen, dass es die Übertragung von Nervenimpulsen durch Neuronen reguliert und daher das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und das Leben einer Person mit ALS verlängern kann.

Dieses Medikament ist in Form von Tabletten und Suspensionen zum Einnehmen erhältlich und wird in Brasilien auf Empfehlung eines Neurologen kostenlos vom Unified Health System (SUS) verteilt.

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Verfügbar in: São Paulo, Rio de Janeiro, Bundesdistrikt, Pernambuco, Bahia, Maranhão, Pará, Paraná, Sergipe und Ceará.

2. Edaravon

Edaravon ist ein Arzneimittel, von dem angenommen wird, dass es dem Körper dabei hilft, freie Radikale zu eliminieren, die für Neuronen schädlich sein und zum Absterben dieser Zellen führen können und in einigen Fällen von amyotropher Lateralsklerose angezeigt sein können. 

Die ALS-Behandlung mit Edaravon kann mit Tabletten oder bei Bedarf durch Injektion direkt in eine Vene erfolgen. Obwohl dieses Arzneimittel in einigen Ländern erhältlich ist, wurde seine Verwendung jedoch noch nicht von Anvisa genehmigt.

3. Taurursodiol + Natriumphenylbutyrat

Taurusodiol + Natriumphenylbutyrat ist ein Medikament, das auf den Energiestoffwechsel von Neuronen einwirkt, das Absterben dieser Zellen verzögert und auch bei der Behandlung von Amyotropher Lateralsklerose vorteilhaft zu sein scheint, das Fortschreiten der Krankheit jedoch nicht verhindert.     

Dieses Medikament ist wie Edaravon noch nicht von Anvisa zugelassen, obwohl es in einigen Ländern bereits eingesetzt wird und noch untersucht wurde, um seine Wirksamkeit und Risiken genauer zu bewerten.

4. Motorische Physiotherapie

Normalerweise sind motorische Physiotherapiesitzungen angezeigt, um die Muskelfunktion zu verbessern und die Entwicklung von Deformationen zu verhindern, die zu Schmerzen führen und die Autonomie und Lebensqualität der Person mit ALS beeinträchtigen können.

5. Atemphysiotherapie

Atemphysiotherapie trägt dazu bei, die Auswirkungen der Amyotrophen Lateralsklerose auf die Atemfunktion zu verzögern, die zur Entwicklung eines Atemversagens und zur Notwendigkeit von Geräten zur Unterstützung der Atemwegsbeatmung führen.

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In der Atemphysiotherapie werden in der Regel Übungen durchgeführt, die die Funktion der Atemmuskulatur, die Lungenerweiterung und die Öffnung der Atemwege fördern.

6. Ergotherapie

Ergotherapie kann Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose dabei helfen, Strategien für den Umgang mit der durch die Krankheit verursachten Beeinträchtigung ihrer Autonomie und ihrer täglichen Aufgaben zu entwickeln. 

Durch die Ermittlung der Bedürfnisse jeder Person können Anpassungen, alternative Möglichkeiten zur Ausführung grundlegender Aufgaben wie Essen und Selbstpflege sowie Geräte aufgezeigt werden, die beispielsweise bei der Kommunikation und Mobilität helfen können.

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7. Sprachtherapie

Die Überwachung durch einen Logopäden ist besonders wichtig, wenn erste Anzeichen von Veränderungen beim Sprechen und/oder Schlucken bemerkt werden, und kann dazu beitragen, die Fähigkeit zur Kommunikation und oralen Nahrungsaufnahme bei ALS länger aufrechtzuerhalten.

Es kann jedoch empfohlen werden, mit der Überwachung einer Person mit Amyotropher Lateralsklerose bereits in den frühen Stadien der Erkrankung zu beginnen, damit ihre Stimme aufgezeichnet werden kann und sie bei Bedarf in Zukunft auf Kommunikationsgeräten verwendet werden kann. 

8. Ernährungsumstellung

Eine Ernährungsumstellung ist in der Regel bei ALS angezeigt, wenn Essstörungen aufgrund einer Schwäche der Kaumuskulatur und/oder Schluckbeschwerden auftreten.

Diese Änderungen müssen von einem Ernährungsberater geleitet werden und sind wichtig, um Gewichtsverlust und das Risiko zu vermeiden, dass Lebensmittel in die Atemwege gelangen oder ersticken.

9. Psychotherapie

Die Nachsorge durch einen Psychologen kann einer Person dabei helfen, mit der Diagnose Amyotropher Lateralsklerose und den Auswirkungen der Krankheit auf ihr Leben umzugehen, was zur Entwicklung von Problemen wie Angstzuständen und Depressionen führen kann.

10. Sondergeräte

Der Einsatz spezieller Geräte wie Rollstühle, Orthesen oder Geräte zur Kommunikationsunterstützung kann bei der Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose je nach Bedarf des Einzelnen angezeigt sein.

Insbesondere in Fällen, in denen die Person nicht richtig atmen kann, kann der Arzt auch den Einsatz nicht-invasiver Beatmungsgeräte empfehlen. Verstehen Sie besser, was nicht-invasive Beatmung ist und wozu sie dient.